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Ende der Reise nach Indien von Pfarrer Ramesh

140 Meter tief gebohrt für frisches Wasser

Saerbeck

Zu Beginn dieser Woche wurden in seiner Heimat Siddayapalem Wasserbohrungen und der Bau von Brunnen durchgeführt.

-beh-

Ungefähr 20 Familien werden nun durch zwei neue Bohrungen mit Wasser versorgt. Die Brunnenbohrungen sind das letzte Projekt von Pfarrer Ramesh in Indien. Foto: privat

Nach sechs Wochen Heimaturlaub ist Pfarrer Ramesh in diesen Tagen von Indien nach Saerbeck zurückgekehrt. Vor Ort konnte er mit der Spendensumme von insgesamt 44 271 Euro viel bewegen.

Zu Beginn dieser Woche wurden in seiner Heimat Siddayapalem Wasserbohrungen und der Bau von Brunnen durchgeführt. Bereits im Jahr 2015 hatten Bohrungen stattgefunden und zwei Brunnen konnten gefunden werden. Eine Stelle sei mittlerweile jedoch völlig trocken und daher nicht mehr in Betrieb. Nun konnte durch eine Bohrung mit zwei Brunnen Abhilfe geschaffen werden. „Es kamen Frauen zu mir und haben um frisches Wasser in ihrer Nähe gebeten“, so Pfarrer Ramesh. Ungefähr 20 Familien aus einem Wohngebiet können nun mit Wasser versorgt werden. Dafür musste 140 Meter tief gebohrt werden. Die Kosten für das Projekt betragen rund 3300 Euro.

Besonders geprägt habe Ramesh in diesem Jahr die Verteilung der Nähmaschinen und die Eröffnung der Nähmaschinenschule (wir berichteten). Hier lernen aktuell 22 junge Mütter, für den eigenen Familienbedarf oder auch für andere Personen etwas zu nähen. „Ich bin nach der Eröffnung noch regelmäßig in der Schule gewesen, der Unterricht klappt gut und die Frauen freuen sich“, so Ramesh über seine Eindrücke aus Siddayapalem im Südosten Indiens. Die jüngste Schülerin war das Mädchen Shirisma. Die 13-Jährige möchte schon jetzt ihre Fertigkeiten im Umgang mit der Nähmaschine ausbauen und hat daran große Freude. Ramesh berichtet: „Sie kommt täglich zur Nähmaschinenschule.“

Freude bereiten konnte Ramesh auch weiteren Kindern vor Ort. Wer den Pfarrer kennt, weiß um seinen herzlichen Umgang mit der jüngsten Generation. Daher ließ er es sich in seiner Heimat ebenfalls nicht nehmen, sich dem ein oder anderen Fußballspiel oder Ähnlichem der Kinder anzuschließen. Dass durch die Patenschaften von Saerbeckern für die indischen Kinder im-mer mehr Kinder aus seiner Heimat zu einer guten Schule gehen können, freut den Pfarrer.

Die letzten Tage seiner Reise verbrachte Ramesh vor allem damit, Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden zu verbringen. Da er aufgrund der Corona-Pandemie vor zwei Jahren das letzte Mal nach Indien fliegen konnte, freute er sich nun umso mehr über den Kontakt zu ihnen. Auch in seinem Amt als Pfarrer ist er in seiner Heimat wieder sehr gefragt und unterstützt oft bei der Feier der Heiligen Messe.

Ramesh bedankt sich erneut für die zahlreichen Spenden und plant, im nächsten Jahr erneut nach Indien zu fliegen und die Hilfsprojekte fortzusetzen. Unterdessen werden sie unter anderem vom Bischof Moses D. Prakasam aus Rameshs Heimatbistum Nellore und einigen Ordensschwestern betreut. So können auch in seiner Abwesenheit die Suppenküche oder sonstige finanzielle und persönliche Unterstützungen bestehen bleiben.

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