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Entlassfeier der Abiturientia 2021

Abschied vom „Silberjahrgang“

Saerbeck

Die Reden waren geschrieben, die Blumen warteten im Wasser, die Kleider saßen und die Zeugnisse lagen parat – alles war am Sonntag vorbereitet für die Abschlussfeier der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule.

Von Luca Palsund

Feierten auf der Freilichtbühne Reckenfeld ihren Schulabschluss: Die Abiturientia 2021 der Maximilian-Kolbe Gesamtschule. Foto: Luca Pals

Lehrerin Bärbel Kibben entgeht nichts: „Ihr seid der 25. Abiturjahrgang unserer Schule. Ihr seid unser Silberjahrgang.“ Und als solcher wurde er festlich verabschiedet: Mit einer Entlassfeier am Sonntagmittag auf der Reckenfelder Freilichtbühne.

Die Reden sind geschrieben, die Blumen warten im Wasser, die Kleider sitzen und die Zeugnisse liegen parat – alles ist vorbereitet. Sogar nicht Planbares fügte sich gestern in die passende Ordnung: Das Wetter spielte mit, die Sonne strahlte vom Himmel – die Abiturientia konnte bei Kaiserwetter das verdiente Ende von vielen Jahren an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule feiern.

Wie es üblich ist, sind zu einem solchen Anlass alle gesellschaftlichen Spaten vertreten: Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg richtete die Grußworte seitens der Gemeinde aus, Annette Liesenkötter grüßte aus den Reihen der Eltern, Pfarrer Rainer Schröder von der evangelischen Kirchengemeinde und Ramesh Chopparapu aus Saerbeck gaben den jungen Erwachsenen den Segen mit auf den Weg.

Die passenden Zahlen zum Jahrgang lieferte Kibben: „104 Schülerinnen und Schüler sind in der Einführungsphase gestartet, 79 haben heute das Abitur erreicht, drei das Fachabitur. 14 von euch erreichten einen Notenschnitt mit einer eins vor dem Komma, insgesamt habt ihr einen Schnitt von 2,48 – darauf könnt ihr sehr stolz sein.“

Eine Gefühlslage, die sich durch die dreistündige Veranstaltung zog: „Die letzten beiden Jahre waren sehr schwer für euch, wir alle haben gedacht, dass die pandemiebedingte Situation sich schneller wieder legt – dem war aber nicht so“, erinnerte unter anderem Stufenleiterin Anke Tewes mit Blick in den Rückspiegel. Klassenfahrten, Ausflüge, der Unterricht und Abipartys mussten bekanntlich ausfallen. Ersetzt wurden sie von Maske tragen, Abstand halten, Distanzunterricht aus dem Home-Office und die ein oder andere berechtigte Sorge: Wie wird das mit unseren Abschlussprüfungen?

Aus diesen großen Herausforderungen, das machte Schulleiter Maarten Willenbrink deutlich, sei aber eine noch stärkere Reaktion entstanden: „Ihr wart weiter ehrgeizig, habt an euch geglaubt und euch euren Abschluss redlich verdient: Heute darf gefeiert werden.“ Mit Blick in die Runde der Abiturientia, Gästen und Eltern konnte Willenbrink seine Freude nicht verstecken: „Es tut gut zu sehen, wie Menschen wieder zusammen sein können.“

Für die Zukunft wünschte Willenbrink den jungen Menschen nur das Beste: „Der Arbeitsmarkt wartet auf euch. Setzt eure individuellen kreativen Persönlichkeiten ein und traut euch zu, eure Wünsche und Träume zu erfüllen.“

Dass Noten und die zukünftige Arbeitswelt nicht alles sind, ist für das Kollegium der Schule auch klar: „Der Klimawandel, soziale Ungleichheiten und vieles mehr bedroht unsere Welt und unsere Gesellschaft, geht mit Verantwortung und dem Blick für den Nächsten in die Welt, um sie zu einem besseren Ort zu machen“, so Willenbrink.

Lehberg sprach mit Blick auf den weiteren Weg der jungen Menschen davon, dass „auch einmal Fehler gemacht werden dürfen: Auch die können zum Ziel führen. Seien Sie achtsam und schauen Sie auch einmal nach links und rechts.“

Pfarrer Ramesh Chopparapu machte im gleichen Sinne Mut: „Während der Pandemie musstet ihr viele Umwege gehen und einige Probleme lösen – gemeinsam habt ihr ein neues Etappenziel erreicht.“ Und Pfarrer Rainer Schröder zitierte Andreas Bourani: „Wer friert uns diesen Moment ein?“ Mit Blick auf Sonne, Zeugnisse und strahlende Gesichter eine passende Textzeile.

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