Café Vier Jahreszeiten seit Mittwoch wieder geöffnet

Erst plaudern, dann Bridge spielen

Saerbeck

Am Mittwoch hat das Café Vier Jahreszeiten im Mehrgenerationenhaus zum ersten Mal nach siebenmonatiger, coronabedingter Zwangspause wieder geöffnet. Darüber sind Josef Bodem, ehrenamtlicher Organisator des Café-Betriebs, und die freiwilligen Helferinnen sehr froh. Die ersten Gästen sind an diesem Morgen vier Frauen, die sich schon seit Längerem in dem Café zum Bridge-Spielen treffen.

Von Katja Niemeyerund

Endlich: Irmgard Hericks und Ellen Reddemann (v.l.) freuen sich, dass das Café Vier Jahreszeiten, in dem sie einmal in der Woche bedienen, wieder geöffnet hat. Foto: Katja Niemeyer

„Wie ist das im Moment? Darf ich ohne Test reinkommen?“ Die Frau ist in der Eingangstür zum Café Vier Jahreszeiten stehen geblieben und blickt fragend in die Runde. „Eintreten dürfen Sie, am Tisch Platz nehmen aber nur mit negativem Testergebnis oder Impfbescheinigung“, klärt Josef Bodem auf. Bodem hat das Café im Mehrgenerationenhaus (MGH) gestern zum ersten Mal nach siebenmonatiger, coronabedingter Zwangspause wieder aufgeschlossen und ist darüber sehr froh, wie er sagt.

Fast scheint auch alles so zu sein wie immer. An einem Tisch draußen vor der Eingangstür sitzt plaudernd und Kaffee trinkend ein Teil der Bridge-Spielerinnen, die sich schon seit Langem immer mittwochmorgens treffen. Sie sind an diesem Morgen die ersten Gäste. Spielen wollen sie aber ausnahmsweise nicht. „Nach einer so langen Zeit haben wir uns so viel zu erzählen“, meint eine der Frauen.

Mit am Tisch: Franz-Ulrich Buschmann, der im MGH eigentlich EDV-Kurse für Senioren gibt, hier aber ehrenamtlich tätig ist. Der Fachmann hilft den Gästen beim Registrieren mit der Luca-App. Hierfür klebt auf jedem Tisch der QR-Code des Cafés. „Das funktioniert einwandfrei“, sagt Buschmann. Wer ohne Handy da ist, kann seinen Namen und seine Adresse aber auch alternativ in einem Formular eintragen.

Diese Registrierung, erläutert Bodem, sei auch dann noch notwendig, wenn die Testpflicht in Folge eines anhaltend niedrigen Inzidenzwertes entfällt. Der Café-Organisator geht derzeit davon aus, dass dies am Freitag der Fall sein wird.

Hinter der Theke wirken derweil Ellen Reddemann und Irmgard Hericks. Auch sie freuen sich über die Wiedereröffnung. „Endlich“, sagen sie, während sie auf ihren Tabletts Tassen und Teller platzieren. Seitdem das MGH im Oktober 2019 den Café-Betrieb von den Ledder Werkstätten übernommen hat, sind die beiden Ehrenamtlichen einmal in der Woche im Einsatz. Nur freitags, denn dann sind sie selbst Gäste. Als der alte Betreiber seinen Rückzug angekündigt hatte, boten sie spontan ihre Unterstützung an. „Wir wollten, dass das Café geöffnet bleibt. Sonst hätten wir uns freitagmorgens ja nicht mehr treffen können“, erzählt Irmgard Hericks mit einem Augenzwinkern.

Mittwochnachmittags könnten sie neuerdings auch vorbeischauen – und zum Beispiel selbst gebackene Waffeln und Rosinenbrot mit Marmelade, Käse oder Schinken bestellen. Vor Corona hatte das Café nur an drei Vormittagen in der Woche geöffnet. Bodem ist gespannt, wie das zusätzliche Angebot angenommen wird von den Saerbeckern. Weil während der Corona-Pause Ehrenamtliche abgesprungen sind, sucht er nun neue Mitarbeiter, die die ein oder andere Schicht übernehmen können. Interessierte, sagt er, sollten sich am besten während der Öffnungszeiten im Café melden.

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