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Bezirksregierung zertifiziert Maximilian-Kolbe-Gesamtschule als Euregioprofilschule

Für besondere Beziehungen

Saerbeck

Gute gesunde Schule, Mint-Schule, Partnerschule des Sports: Maarten Willenbrink, Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, hat in der Vergangenheit schon so manche Auszeichnung entgegengenommen. Nun ist ein weiterer Titel hinzukommen: Euroregioprofilschule.

Von Katja Niemeyer

Maarten Willenbrink, Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, hält das Schild mit der Aufschrift Euregioprofilschule hoch, das es im Zuge der Zertifizierung gab und das demnächst an einer Wand im Schulgebäude hängen wird. Foto: Katja Niemeyer

Die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) hat schon zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Sie ist Mint-Schule, Gute Gesunde Schule und Partnerschule des Fußballs. Ihre Schüler haben bei Jugend-forscht-Wettbewerben Preise bekommen. Und weil sie sich um Nachhaltigkeit kümmert, haben das Schul- und das Umweltministerium des Landes NRW ihr den Titel Schule der Zukunft verliehen. Nun ist noch eine Auszeichnung hinzugekommen. Zusammen mit 27 weiteren Schulen hat Regierungspräsidentin Dorothee Feller die Saerbecker Gesamtschule kürzlich als Euregioprofilschule zertifiziert.

Euregioprofilschule

Begegnungen derzeit vor allem digital

Der Titel wurde der MKG wegen der besonderen Beziehungen verliehen, die Lehrer und Schüler zu dem Bonhoeffer-Kolleg im niederländischen Enschede pflegen, wie Schulleiter Maarten Willenbrink erläutert. Rund zwei Jahre ist es her, dass Vertreter beider Schulen einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Begegnungen hatte es seither auf unterschiedlichen Ebenen gegeben. Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Austausch zuletzt aber digital statt.

Im Rahmen eines Projektes lasen Schüler der Saerbecker Gesamtschule und des Enscheder Kollegs beispielsweise den Roman „Dansen met die Vijand“ („Tanzen mit dem Feind“), der von der jüdischen Tanzlehrerin Roosje Glaser handelt, die während der Nazi-Zeit drei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, überlebte und in Schweden eine neue Heimat fand. Hierzu habe auch ein „intensiver Austausch“ zwischen Lehrern der MKG und des niederländischen Kollegs stattgefunden, berichtet der Schulleiter, der vor ein paar Tagen eine kleine Enscheder Delegation aus Lehrern und Schülern empfing. Wegen Corona würde die Kommunikation zurzeit aber vor allem digital, sprich per E-Mail stattfinden. Treffen seien für nächstes Jahr – soweit es die pandemische Lage dann zulässt – geplant. Auch über sportliche Begegnungen werde nachgedacht, ergänzt er.

Den europäischen Gedanken weitertragen

Willenbrink war auch bei dem Festakt in Ahaus dabei, zu dem die Bezirksregierung eingeladen hatte. Bei der Veranstaltung hatte Regierungspräsidentin Feller darauf hingewiesen, dass der Regierungsbezirk Münster auf einer Länge von 110 Kilometern an die niederländischen Provinzen Gelderland und Overjissel grenzt. „Da mag es kaum verwundern“, sagt sie, „dass Europa für uns als Bezirksregierung Münster ein sehr wichtiges Thema ist. Europa bedeutet Freundschaft; den Willen, gemeinsam Projekte voranzubringen; Kompromisse einzugehen und dennoch gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“ Und weiter: „Mit Ihrer erfolgreichen Bewerbung zur Zertifizierung als Euregioprofilschule haben Sie ein Engagement gezeigt, das deutlich über den gewöhnlichen Schulalltag hinausgeht“, so Feller weiter. „Sie haben ein Zeichen gesetzt, dass wir auch vor dem Hintergrund einer weltweiten Krise nicht gewillt sind, den europäischen Gedanken aufzugeben. Mit Ihrem Einsatz und Ihrem außergewöhnlichen Engagement tragen Sie ganz maßgeblich dazu bei, die Fähigkeit zur Toleranz und gegenseitigen Verständigung in die Schulen zu tragen und damit an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.“

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