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Start der Beachsaison

Füße in den Sand – und relaxen

Greven

Am Beach haben es sich am Wochenende wieder die ersten Gäste gut gehen lassen. Sie schleckten ein Eis, tranken Limo und steckten ihre Füße in den Sand. Auch für die Fußball-EM ist alles präpariert: Der Bildschirm steht, die passenden Getränke kommen von „Tankis Strandbar“.

Von Luca Palsund

Ließen es sich am Beach gut gehen: Karoline Trachternach (mit Sohn Jonas), Matthias Krins und Matthias Krins (Vater und Sohn mit selbem Namen) sowie Barbara Quante (v.l.) aus Münster. Eva Rottwinkel und Alexandra Surkau von der Beachbar freuen sich derweil auf Lagerfeuerabende und Poetry Slams (kl. Foto, v.l.). Foto: Luca Pals

Der kleine Bryan lässt sich seine Limo schmecken. Zusammen mit Oma und Opa ging es für ihn am Samstag zum Grevener Beach. Und wenn die Limo dann auf ist, sind Schaufel und Förmchen am Start und Bryan kann im Sand spielen. Eine ideale Situation, die es auch Angelika Wolke und Andreas Görig erlaubt durch zu schnaufen, zu relaxen und einen schönen Nachmittag mit dem Enkelsohn zu verbringen.

So schön, dass Görig den Beach ohne große Überlegungen „zum schönsten Platz in Greven“ ausruft: „Ein kühles Getränk trinken, die Sonne scheint, die Füße im Sand und einfach abschalten – wie lange haben wir darauf warten müssen“, drückt der Grevener seine Freude aus.

Er ist einer von vielen, die sich am Wochenende den Start der Beachsaison nicht entgehen ließen.

Offizieller Startschuss war am Freitagabend: Das Beachvolleyballfeld ist hergerichtet, die Bänke stehen, ein Bildschirm ist für die anstehenden Spiele der Fußball-EM aufgestellt und „Tankis Strandbar“ bietet das passende Kaltgetränk an – neu im Sortiment ist übrigens das Corona-Bier….

Passendes Stichwort: Die Pandemie ist, das merkt man hier am Beach an ein paar wenigen Stellen, noch nicht gänzlich Geschichte. Hände desinfizieren am Eingang, mit der Luca-App Daten angeben und einchecken und beim Gang auf die Örtlichkeiten die Maske tragen.

Wie üblich dürfen aktuell nur fünf Haushalte an einem Tisch sitzen, Geimpfte, Genesene und Getestete zählen natürlich nicht mit dazu. Das war´s aber schon mit dem kleinen Ausflug in die Regel-Welt. Zurück zu Sommer, Sonne, Strandbar.

Am Samstagnachmittag ließen es sich hier auch Barbara Quante und Matthias Krins aus Münster gut gehen. Gemütlich mit dem Fahrrad angereist ging es mit Sohn Matthias Krins, dessen Freundin Karoline Trachternach und dem kleinen Jonas Krins (1 Jahr) an „Grevens schönsten Platz“ wie Matthias Krins den Beach, der bereits in seine 15. Saison geht, nennt. Barbara Quante kann ihr Glück gut in druckreife Worte fassen: „Wir sind alle geimpft und fühlen uns sehr sicher. Hier sitzen zu können und keine Sorgen haben zu müssen – das ist bei diesem Wetter ein großes Geschenk: Urlaub pur. Und das vor der eigenen Haustür.“

Weit mit dem Fahrrad angereist war die Frauengruppe von Yvonne Meier. Die fünf Frauen aus Salzbergen machten auf dem Weg nach Münster eine „chillige Pause“ am Beach, am Sonntag ging es zurück in die Heimat nach Niedersachsen. Dort, so erzählen sie es, seien die Regeln „noch sehr vorsichtig“: „Da ist es schön zu sehen, wie es hier in NRW gut funktioniert.“

Den Beach kennen sie von Erzählungen – ein Beleg dafür, dass sich das Areal an der Ems weit herumgesprochen hat.

In aller Munde ist in Greven auch der Interessenskonflikt zwischen Naturschutz und den Veranstaltungen am Beach. Darauf angesprochen sagt Gast Andreas Görig: „Da gibt es noch andere Lösungen wie das Aufstellen von Mülleimern. Aber die Fläche hier ist ideal, damit sich die Menschen auch mit der Natur, in der sie sitzen auseinandersetzen.“ Ein Plädoyer für einen Kompromiss spricht auch Matthias Krins aus: „Wenn der Beach hier weg wäre, würde Greven schon sehr viel verloren gehen. Viel mehr haben wir ja leider nicht mehr…“

Für diese Sommersaison ist auf jeden Fall noch einiges geplant. Alexandra Surkau vom Team der Beachbar spricht von Lagerfeuerabenden und dem einen oder anderen Poetry Slam. Die Veranstalter wollen sich mit Blick auf die Corona-Pandemie erst einmal auf kleinere Formate beschränken.

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