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Pflanzaktion mit Kita-Kindern vor dem Außerschulischen Lernstandort im Bioenergiepark

Saerbeck

In dem Außengelände des Außerschulischen Lernstandortes im Bioenergiepark traf kürzlich ein Reisebus mit 25 Kita-Kindern aus Westerkappeln und Lotte ein. Sie waren gekommen, um bei einer großen Pflanzaktion mitzuhelfen, die die Volksbank Westerkappeln-Saerbeck anlässlich ihres Jubiläums initiiert und finanziert hatte. Insgesamt 125 Bäume und Sträucher werden in diesen Tagen auf dem Areal gepflanzt werden.

Von Katja Niemeyer

Gemeinsam gegärtnert: Mit Unterstützung von Mitarbeitern der Volksbank Westerkappeln-Saerbeck haben Kita-Kinder auf dem Außengelände des Außerschulischen Lernstandortes im Bioenergiepark Bäume gepflanzt. Beim Wässern herrschte großer Andrang (kl. Foto). Die Aktion hat das Geldinstitut anlässlich seines Jubiläums initiiert und finanziert. Foto: Katja Niemeyer

Großer Andrang an der Wasserquelle. Fast alle Kinder, die an diesem sonnigen Vormittag bei der Pflanzaktion im Saerbecker Bioenergiepark dabei sind, drängen sich um Nadine Poske, Erzieherin bei einer Westerkappelner Awo-Kita. Mit beiden Händen halten sie ihre bunten Gießkannen fest. Sie sollen so schnell wie möglich gefüllt werden. Bei Nadine Poske. Sie hatte sich das Ende eines Gartenschlauchs gegriffen, aus dem jetzt Wasser sprudelt. Die Mädchen und Jungen brauchen das Wasser für einen kleinen Kirschbaum der Sorte Garrns Bunte. Und wie es scheint, alle gleichzeitig. Nadine Poske bremst: „Bitte nacheinander“, ruft sie ihren Schützlingen zu. Den Anfang darf der kleine Carl machen.

Initiator der Pflanzaktion ist die Volksbank Westerkappeln-Saerbeck, Anlass das 125-jährige Bestehen des Geldinstituts. Passend dazu wurden für das Außengelände des Außerschulischen Lernstandortes „Saerbecker Energiewelten“ 125 Bäume, Pflanzen und Sträucher gespendet. Zusätzlich dazu erhielten 16 Kindertagesstätten, die im Bezirk der Volksbank liegen, zusammen 8000 Euro.

Die Idee der Pflanzaktion: Die Kids helfen beim Pflanzen und lernen so spielerisch einiges übers Gärtnern. „Wir möchten mit der Aktion ein Zeichen für Nachhaltigkeit und für Regionalität setzen. Kinder erfahren so schon früh, was das bedeutet“, erläutert Vorstandsmitglied Ansgar Heilker.

Auf dem Außengelände des Lernstandortes geht es inzwischen gut voran mit dem Wässern. Neben dem Kirschbaum steht Frank Bacher, der bei der Bildungseinrichtung als Naturpädagoge arbeitet. In ein paar Jahren, erzählt er den Kindern, könnten sie die ersten Kirschen ernten. „Und wenn ihr dann später mit der Grundschule fertig seid, dann trägt der Baum schon so viele Früchte, dass ihr daraus Marmelade machen könnt.“ So weit in die Zukunft wollen die Mädchen und Jungen aber offensichtlich nicht blicken. Sie freuen sich jetzt auf eine kleine Stärkung an dem Lagerfeuer, das wenige Meter entfernt lodert. Kurz darauf halten sie Stockbrot in die Flammen und trinken Apfelsaft.

„Das ist eine tolle Aktion“, freut sich die Westerkappelner Awo-Kita-Leiterin Elke Ursinus. Mit insgesamt 25 Kindern aus drei Einrichtungen in Westerkappeln und Lotte-Halen war sie am Morgen in einem Reisebus im Bioenergiepark angekommen. Der Lerneffekt für die Kinder, davon ist sie überzeugt, „ist groß“.

Am kommenden Mittwoch werden auf dem Areal des Lernstandortes kleine Helferinnen und Helfer von Saerbecker Kitas erwartet. Sie pflanzen dann vier Apfelbäume ein, wie Frank Bacher berichtet.

Neben Obstbäumen entsteht auf der Fläche auch ein sogenannter Naschgarten. Einige der kleinen Gäste aus Westerkappeln wurden deshalb an diesem Vormittag dazu „abkommandiert“, Stachelbeer-, Himbeer- und Brombeersträucher zu pflanzen. Unterstützung bekamen sie dabei von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Volksbank. Vorstandsmitglied Heilker berichtet, dass sich zehn Freiwillige gemeldet hätten. Sie hatten schon vor ein paar Tagen „ihren“ Baum, einen Walnussbaum in die Erde gesetzt.

Auch kleine Hecken mit heimischen Sorten wie Schwarz- und Weißdorn, mit Eberesche und Hainbuche wurden angelegt. Wenn dann noch Bänke aufgestellt werden, „dann wird das ein schöner Ort zum Verweilen“, ist der Naturpädagoge Bacher überzeugt.

Noch ist es aber ein Ort, an dem Kinder mit kleinen Schaufeln und Harken werkeln. Für den Fall, dass sie davon eine kleine Pause benötigen, haben sich die Organisatoren eine besondere Aktion ausgedacht: Krokuszwiebeln suchen.

Außerschulischer Lernstandort

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