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Energie für Saerbeck schüttet Dividende in Höhe von 6,75 Prozent aus

Guter Ertrag aus Sonne und Wind

Saerbeck

Die Bürgergenossenschaft Energie für Saerbeck schüttet an ihre Teilhaber eine Dividende von 6,75 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 aus. Weitere Anteile werden derzeit nicht vergeben. Der Bürgergenossenschaft fehlen Investitionsmöglichkeiten.

Von Marlies Grüter

Sonne und Wind im Bioenergiepark bringen einen guten Ertrag für die Bürgergenossenschaft. Foto: Energie für Saerbeck

Die gute Nachricht zuerst: Die Bürgergenossenschaft Energie für Saerbeck schüttet an ihre 376 Teilhaber eine Dividende von 6,75 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 aus. Das beschloss am Montagabend die Mitgliederversammlung in der Bürgerscheune einstimmig. Die Zahl der Teilnehmer blieb dabei mit knapp 30 überschaubar. „Das ist ein gutes Zeichen“, sagte der Aufsichtsvorsitzende Ansgar Heilker in seiner Begrüßung. „Wenn wenige kommen, dann ist alles gut.“

Dem pflichtete Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg in seiner Grußrede gerne bei. „Die Zahlen sprechen für sich“, so der Bürgermeister und erinnerte an die besondere Geschichte der Bürgergenossenschaft. „Sie sind ein wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte der Klimakommune. Energie für Saerbeck steht für das einzigartige Bürgerengagement im Dorf.“ Die Bürgergenossenschaft stehe für den Geist und den Mut, Dinge gemeinsam nach vorne zu bringen und sich ideell, aber auch finanziell für den Gedanken des Klimaschutzes aktiv einzusetzen.

Die Bürgergenossenschaft hat satzungsgemäß in die Bereiche Photovoltaik und Windenergie investiert. Einen Überblick über die verschiedenen Projekte und deren technische Leistung gab Ewald Baar vom Vorstand der Genossenschaft. Die Sonne schien für die Saerbecker Bürgergenossenschaft auf die Solarkollektoren verschiedener Dächer im Schul- und Sportzentrum sowie auf die mit Photovoltaikanlagen bestückten Bunker im Bioenergiepark. An einem Windrad im Bioenergiepark ist die Bürgergenossenschaft zu zwei Dritteln beteiligt. „Im Sommer ernteten wir überwiegend Sonnenstrom, im Winter wehte der Wind für uns“, erklärte Baar.

2020 war ein gutes Sonnen- und Windjahr

Das bildet sich auch in den Bilanzen der Genossenschaft ab, die Franz-Josef Engeler vom Vorstand der Mitgliederversammlung vorstellte. „2020 war ein gutes Sonnenjahr“, so Engeler. „Sehr gut“ drehte sich auch das Windrad und produzierte reichlich Strom. Mit einem Bilanzgewinn von 267.000 Euro (Vorjahr 227.000 Euro) steht die Bürgergenossenschaft gut da. Aus den Erträgen wurden Darlehen vorzeitig getilgt. Darüber hinaus werden die gesetzlichen Rücklagen gestärkt und ein Verlustvortrag ausgewiesen. 238.000 Euro werden als Dividende ausgeschüttet.

„Die Zahlen sind gut, die Bürgergenossenschaft ist attraktiv“, wissen Vorstand und Aufsichtsrat. „Wir bekommen fast täglich Anfragen von Bürgern, ob eine Beteiligung möglich ist.“ Derzeit werden allerdings keine weiteren Anteile vergeben, da auch wegen der politisch veränderten Rahmenbedingungen aktuell Investitionsmöglichkeiten für die Bürgergenossenschaft fehlen. „Aber wir sind dran“, versichern die Verantwortlichen. „Alle interessanten Projekte werden intensiv geprüft.“

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