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DRK-Ortsverein hat jetzt einen eigenen Krankentransportwagen / Feier für Spender geplant

Mit fahrbarer Rettungstrage

Saerbeck

Für den Mercedes-Benz-Sprinter Baujahr 2014 waren Spenden gesammelt worden. Rund 15000 Euro seinen zusammengekommen, berichtet der Vereinsvorsitzende Alfons Günnigmann.

Von Katja Niemeyerund

Marco Fischer (Rotkreuzleiter), Dr. Heinrich Möhlenkamp (Rotkreuzarzt), Alfons Günnigmann (Vorsitzender), Gerd Lepkojus (Spendenbeauftragter) und André Dolle (Kreissparkasse Steinfurt) Foto: Katja Niemeyer

Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis der DRK-Ortsverein das Geld für einen Krankentransportwagen zusammenhatte. Nun aber steht das Fahrzeug einsatzbereit in der Garage des Vereinsheims an der Hahnstraße. Ausgestattet mit moderner Technik, einer fahrbaren Rettungstrage und einem Defibrillator, den die Saerbecker Gemeinschaftspraxis Möhlenkamp/Winter beisteuerte.

Für den Mercedes-Benz-Sprinter Baujahr 2014 waren Spenden gesammelt worden. Rund 15 000 Euro seien zusammengekommen, berichtet der Vereinsvorsitzende Alfons Günnigmann. Insgesamt 55 Saerbecker und Saerbeckerinnen gaben Beträge zwischen 20 und 1500 Euro. Gerd Lepkojus hatte das Geld in seiner Funktion als Spendenbeauftragter zusammengetragen. Die Kreissparkasse Steinfurt legte noch einmal 4000 Euro drauf, die unter anderem für ein Digital-Funkgerät ausgegeben wurden.

Der Krankentransportwagen soll künftig bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen, bei denen die Ehrenamtlichen des Ortsvereins den Sanitätsdienst übernehmen. Bislang, erläutert Rotkreuzleiter Marco Fischer, „haben wir uns einen solchen Krankentransportwagen immer bei benachbarten Ortsvereinen ausgeliehen“.

Das eigene Fahrzeug, das alles in allem 20 000 Euro gekostet hat, soll aller Voraussicht nach erstmals Ende Juni beim Turnier des Reitvereins Saerbeck eingesetzt werden. Damit sich der Sprinter für den Verein rechnet, müssten mit ihm pro Jahr mindestens 15 Verletzte ins Krankenhaus gebracht werden, hat der Rotkreuzleiter ausgerechnet.

Einige Termine für Sanitätsdienste hat der Ortsverein durch Saerbecker Veranstaltungen wie die Kirmes, den Karnevalsumzug und Sportveranstaltungen sicher. Bei Einsätzen wie diesen ist das Fahrzeug in der Regel mit der Software der Notruf-Leitstelle des Kreises Steinfurt verbunden, die es bei Bedarf anfordern könnte. Hierfür ist der Sprinter sowohl mit GPS als auch mit einem Navigationssystem ausgestattet. Bei der automatischen Routingberechnung des Leitstelle wird normalerweise der Wagen angefordert, der den kürzesten Weg zum Unglücksort hat. Die notwendigen Einsatzdaten bekommt er auf das Navigationsgerät übertragen.

Notfallpatienten werden nur in Ausnahmefällen in Krankentransportwagen versorgt. Normalerweise werden die Fahrzeuge für Verlegungsfahrten, Einweisungen oder andere Krankentransporte eingesetzt, bei denen ein Patient von medizinisch geschultem Personal betreut und versorgt werden muss und eine entsprechende medizinische Ausstattung erforderlich ist. Gleichwohl sind die Fahrzeuge für Notfalleinsätze ausgestattet: So können im Bedarfsfall kleine Notfalleinsätze gefahren oder die medizinische Versorgung bis zum Eintreffen eines Rettungswagens eingeleitet werden.

Im Saerbecker DRK-Ortsverein sind insgesamt sechs Ehrenamtliche befugt, den neuen KTW bei Einsätzen zu steuern. Sie haben eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert. Zur Unterstützung könnte auch ein Rettungshelfer an Bord geholt werden.

Um sich für die finanzielle Unterstützung zu bedanken, will der Ortsverein eine Feier organisieren, zu der alle Spender und Spenderinnen eingeladen werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie steht aber noch kein konkreter Termin fest. „Wir werden damit wohl noch bis nach den Sommerferien warten“, bittet Fischer um Verständnis dafür, dass das Fest erst stattfinden soll, wenn es die Kontaktregeln erlauben.

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