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Jugendliche bereiten sich auf die Firmung vor

Morgen gibt es Kaffe auf dem Friedhof

Saerbeck

Kirche, das ist mehr als mancher glaubt. Warum Saerbecks Firmlinge am Allerheiligen Kaffee auf dem Friedhof bieten? Weil noch mehr Platz für bessere Ideen ist.

Sie werden demnächst geführt und bereiten sich in Workshops im Pfarrheim auf das symbolische Ereignis vor. Foto: St. Georg

„Kirche – mehr drin als du denkst.“ Mit dieser Behauptung setzten sich die Firmlinge der St.-Georg-Gemeinde jetzt auseinander. In der Tat fielen aus dem Kirchenmodell weit mehr als 40 Karten heraus.

Zu verschiedenen Personen, Gruppen und Einrichtungen der Pfarrgemeinde sollten sie Mithilfe der Homepage von St. Georg ermitteln, was es in der Kirche alles gibt und wie vielfältig und lebendig das Leben der Pfarrei ist.

Vorher hatten sie schon Kirche im Dienst am Menschen erlebt. Beim Besuch der Einrichtungen der Caritas in Saerbeck stellte Herbert Breidenbach die Tafel, die Kleiderstube und das Beratungsbüro vor. Erstaunt waren sie, dass sich hier fast 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für ihre Mitmenschen einsetzen.

Werner Heckmann berichtete über das Partnerschaftsprojekt mit der Pfarrei St. Theresa in Damongo/Ghana, die Situation und Lebensverhältnisse in Damongo, die gegenseitigen Besuche und das Projekt „verschenke Hoffnung“ das auch in diesem Jahr wieder geplant ist.

Auch die Arbeit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe stellte er vor, erzählte von Eindrücken der geflüchteten, besonders denen aus der Ukraine. Auch von der Situation des Paares, das ein halbes Jahr im Pfarrheim Kirchenasyl bekommen hat, waren die Firmlinge beeindruckt.

Kennenlernen ist das eine. Sich selbst engagieren ist das nächste Ziel. Mit drei Aktionen werden sich die Firmlinge aktiv in das Gemeindeleben einmischen.

Am vergangenen Sonntag und am am Allerheiligentag wird eine Gruppe an der Friedhofskapelle den Friedhofsbesuchern Kaffee anbieten und die Kapelle für ein Gebet offen halten. „Coffee to stay and pray“ lautet ihr Motto.

Am 12. November beteiligt sich eine Gruppe an der 16. bundesweiten Solidaritätsaktion #EineMillionSterne von Caritas international. Gemeinsam wollen sie leuchtende Zeichen für eine gerechtere Welt setzen. Sie werden Spenden sammeln für venezolanische Migrantenkinder in Kolumbien und am Samstagabend nach dem Gottesdienst Lichtersterne auf dem Kirchplatz entzünden.

Die dritte Gruppe wird ebenfalls in der ersten Novemberhälfte aktiv. Sie will Lebensmittel für die Tafel sammeln. Und in Sachen Tafel sind sie ja seit Sonntag besonders gut informiert.

Am 11. Dezember wird ihnen dann Bischof Hegge im Rahmen des 10-Uhr-Gottesdienstes das Firmsakrament spenden.

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