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Gemeinde plant Ausbau des E-Ladesäulen-Netzes

Neue Stromtanken fürs Dorf

Saerbeck

Die Gemeinde plant, das öffentliche E-Ladesäulen-Netz auszubauen. Geplant ist, dass sie die Stationen in Eigenregie aufstellen lässt und dann Stromanbietern zur Verfügung stellt, die sich um Betrieb und Abrechnung kümmern.

Von Katja Niemeyer

Der Bedarf an E-Ladesäulen steigt. In Saerbeck sollen deshalb unter anderem auf den Parkplätzen am Badesee, hinterm Mehrgenerationenhaus und am Friedhof Stationen errichtet werden. Foto: AP

Keine Frage: Nachdem der Verkauf von E-Autos in Deutschland Fahrt aufgenommen hat, fehlen jetzt zunehmend Ladesäulen, auch in Saerbeck. Im März stellte die CDU-Fraktion deshalb den Antrag, für die Errichtung von zwei Stromtankstellen 20 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Woraufhin die Verwaltung anregte, sich nicht auf zwei Säulen zu beschränken, sondern eine „maximale Anzahl“ anzustreben. Ein Vorschlag, der auch bei SPD, Grünen und UWG auf Zustimmung stieß.

Einen Einwand hatte die CDU allerdings noch zur Reihenfolge der Standorte gehabt: Wenn es nach ihr gegangen wäre, würden die ersten neuen Säulen nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, auf dem Park- und Ride-Parkplatz an der Ibbenbürener Straße entstehen, sondern auf dem Parkplatz Teigelkamp. Hiergegen spricht aus Sicht des Bauamtes aber die geplante Erweiterung der Stellflächen. Die hatte ursprünglich schon 2020 erfolgen sollen, war aufgrund der angespannten Haushaltslage aber zunächst einmal verschoben worden. Zur Diskussion stehen bekanntlich drei Ausbauvarianten mit jeweils unterschiedlichen Standorten für E-Ladesäulen.

Schlussendlich einigte sich die Politik auf die folgende Reihenfolge der Standorte: Park- und Ride-Parkplatz an der B 475 (Ibbenbürener Straße), P+R-Platz am Friedhof, Parkplatz hinter dem Mehrgenerationenhaus, Parkplatz am Badesee und Parkplatz Teigelkamp.

Wann hier die ersten Ladestationen aufgestellt werden, ist noch ungewiss. Wie Bauamtsleiter Andreas Bennemann erläuterte, muss zunächst die Ladekapazität des Stromnetzes geprüft werden. Vorgesehen sind sogenannte Normal-Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt. Für den Standort an der B 475 wird zusätzlich die Errichtung eines Schnell-Ladepunktes bis 50 Kilowatt in Erwägung gezogen.

Geplant ist, dass die Gemeinde die Stationen in Eigenregie aufstellen lässt und dann Stromanbietern zur Verfügung stellt, die sich um Betrieb und Abrechnung kümmern.

Für Beschaffung und Errichtung gibt es aller Voraussicht nach Fördergeld. Grundlage ist die Richtlinie „Ladeinfrastruktur vor Ort“, nach der 80 Prozent der Kosten (maximal 4000 Euro bei Normal-Ladepunkten, 16 000 Euro bei Schnell-Ladepunkten) förderfähig sind.

Auf öffentlichen Flächen der Gemeinde stehen bislang sechs Ladesäulen. Sie verteilen sich auf den Plätzen vorm Rathaus, der Heizzentrale und dem Vereinshaus des SC Falke. Bevor weitere Parkplätze ausgestattet werden, müssen die Kosten ermittelt und Förderanträge gestellt werden. Bennemann schätzt, dass womöglich noch in diesem Jahr mit dem Ausbau des Saerbecker Ladesäulen-Netzes begonnen wird.

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