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DRK-Ortsverein Saerbeck zieht gemischte Bilanz des Coronajahres 2020

Pflegelazarett wurde zur großen Herausforderung

Saerbeck

Den Berichten der verantwortlichen Mitglieder des Ortsverein Saerbeck im Deutschen Roten Kreuz war zu entnehmen, dass die Corona-Pandemie zu einigen Lücken bei der Erfüllung bisher selbstverständlicher Aufgaben geführt hatte. Andererseits wurden völlig andere Tätigkeitsfelder erschlossen.

Von Brigitte Striehn

Unter der Leitung von Alfons Günnigmann (6.v.l.) geht der Vorstand des DRK-Ortsvereins Saerbeck an die Arbeit: Jasmin Wemhoff, Sabrina Hilgemann, Marco Fischer, Annette Willebrandt, Irmgard Ott, Jürgen Hölscher, Dr. Heinrich Möhlenkamp, Walter Thiemann und Ludger Kordt (v.l.). Foto: Brigitte Striehn

Den Jahresberichten der verantwortlichen Mitglieder des Ortsverein Saerbeck im Deutschen Roten Kreuz war zu entnehmen, dass die Corona-Pandemie zu einigen Lücken bei der Erfüllung bisher selbstverständlicher Aufgaben geführt hatte. Andererseits wurden völlig andere Tätigkeitsfelder erschlossen. „Das Jahr 2020 war nicht einfach, dennoch stehen zahlreiche Einsatzzeiten zu Buche“, betonte der erste Vorsitzende Alfons Günnigmann kürzlich bei der Jahreshauptversammlung in der Bürgerscheune.

Für das Jugendrotkreuz erklärte Sabrina Hilgemann in Vertretung der Leiterin Sophie Brockmann, dass lediglich einige virtuelle Treffen durchgeführt werden konnten. Da die Gruppenstunden jetzt starten sollen, werden engagierte Mitstreiter gesucht. Auch die Blutspenden seien auf 791 zurückgegangen, bedauerte Walter Thiemann. Aufgrund der besonderen Umstände sei dies jedoch akzeptabel. Er dankte allen Helfern für die Unterstützung. Im Bereich der Sozialarbeit wünschen sich alle Beteiligten wieder ihre beliebten Zusammenkünfte, ergänzte er.

Die Rotkreuzgemeinschaft war im Januar vorigen Jahres noch ganz normal mit den Sanitätsdiensten gestartet, blickte der Leiter Marco Fischer zurück. Eine große Herausforderung für das Ehrenamt war im März die Einrichtung des Pflegelazaretts des Kreises Steinfurt in der LWL-Klinik Lengerich. Elf Helfer aus Saerbeck haben dort 880 Einsatzstunden geleistet, so Fischer. Hinzu kamen die PCR-Abstriche für den Kreis an mehren Orten, unter anderem in Altenheimen und in Kindertagesstätten. Damit wurde zweimal Neuland betreten, hob Günnigmann hervor. Insgesamt waren die Mitglieder 4231 Stunden im Dienst unterwegs.

Der stellvertretende Rotkreuzleiter Ludgerus Kordt stellte den Krankentransportwagen vor, für den auch zusätzliches Personal gewonnen wurde. Insgesamt hat der Verein 40 aktive und 260 fördernde Mitglieder. Jürgen Hölscher erläuterte einige Änderungen der Satzung, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben erforderlich geworden waren. Die geänderte Fassung wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen. Der Geschäftsführer hatte zudem das umfangreiche Zahlenwerk von Einnahmen und Ausgaben aufbereitet. „Wir sind finanziell gesehen mit einem blauen Auge durch die Coronazeit gekommen und haben noch eine gute Bilanz aufzuweisen“, verkündete er. Da auch Kassenprüfer Siegfried Kammertöns vom Kreisverband nichts zu beanstanden hatte, entlasteten die Mitglieder auf Antrag von Ludger Dahlmann Geschäftsführer und Vorstand einstimmig.

Bei den Wahlen wurden der stellvertretende Rotkreuzleiter Ludgerus Kordt und die Jugendrotkreuzleiterin Sophie Brockmann wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Irmgard Ottmann als Beisitzerin für Sozialarbeit. Sie löst Marianne Westermann ab, die das Amt 16 Jahre innehatte. Alle nahmen die einstimmigen Voten an.

Jürgen Hölscher stellte den Haushaltsplan für 2021 vor, der ebenfalls bestätigt wurde. Urkunden und kleine Aufmerksamkeiten lagen für die langjährigen Mitglieder Sina Schnier, Stephanie Dörnenburg, Philipp Kordt, Tobias Barkey (alle fünf Jahre), Jürgen Hölscher (35 Jahre) sowie das „Urgestein“ des Vereins Gerhard Lepkojus (50 Jahre) bereit. Alfons Günnigmann und Marco Fischer gratulierten und die Anwesenden spendeten Beifall.

„Wir hoffen, dass bald wieder ein normales Leben anlaufen kann“, stellte der Vorsitzende fest. 

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