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Spielgerät auf dem Badesee: Gemeinde und Angelsportverein verständigen sich auf Übergangslösung

Samstag soll der Aqua-Park stehen

Saerbeck

Wenn alles glatt läuft, dann wird am Samstagnachmittag der Aqua-Park auf dem Saerbecker Badesee schwimmen. Gemeinde und Angelsportverein haben sich – was den Standort des Spielgeräts betrifft – auf eine Übergangslösung für diese Saison geeinigt. Im Herbst soll dann eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

Von Katja Niemeyerund

Während eines Probelaufs im Frühjahr vergangenen Jahres war der Aqua-Park zwischen den beiden Stegen festgemacht worden (Foto oben). Aus Sicht von „Wasser + Freizeit“ ist dieser Standort aber nicht geeignet, weil das Spielgerät dann für die Rettungskräfte nicht von allen Seiten einsehbar ist. Gemeinde und Angelsportverein haben sich jetzt darauf geeinigt, es südlich des Sprungbretts aufzustellen und hierfür die rot-weißen Leinen um einige Meter zu verschieben. Foto: Wasser und Freizeit/Gemeinde Saerbeck

Der Entwurf skizziert nur eine Lösung für den Übergang, umso mehr ist er aber ein Beleg dafür, dass sowohl Gemeinde als auch Angelsportverein kompromissbereit sind. Bei einem Gespräch am Donnerstag einigten sie sich auf eine Entwurfsskizze, in der der Standort für den Aqua-Park – die neue Attraktion des Saerbecker Badesees – eingezeichnet ist. Bis zum Ende dieser Badesaison darf die bunte Schwimminsel nun ungefähr auf Höhe des Sprungbretts aus dem Wasser ragen und zum Klettern, Rutschen und Balancieren einladen.

Auch wenn es damit noch keine dauerhafte Lösung gibt, so zeigt sich Saerbecks Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg zunächst einmal erleichtert. „Es ist gut, dass wir zeitnah eine Lösung gefunden haben. Damit haben wir Zeit gewonnen“, so Lehberg. Auch Daniel Bitter, Vorsitzender des Emsdettener Angelsportvereins, sagt auf Nachfrage, dass er froh darüber sei, dass es eine Lösung gibt, „mit der beide Seiten leben können“.

Bitter hatte nach dem Gespräch am Donnerstag kurzfristig zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung eingeladen, um die Zustimmung für die Interimslösung einzuholen. „Wir wollen den Badebebetrieb ja nicht unnötig einschränken“, betont Bitter. Für den Herbst haben sich Gemeinde und Angler für weitere Gespräche verabredet, in denen eine langfristige Lösung erarbeitet werden soll.

Wie berichtet, haben die Angler Einwände gegen die ursprünglich geplante Position des Aqua-Parks erhoben, weil diese offenbar in ihr Revier ragt. Der 900 Mitglieder zählende Verein hat den See gepachtet, ausgenommen ist lediglich der Badebereich, der vom Strand bis zum Ende der beiden Stege reicht.

Die Gemeinde wiederum verweist auf einen Erbbaurechtsvertrag, den sie 1976 mit den Eigentümern des Geländes abschloss und der die gesamte Seefläche einschließt. Nachdem beide Seiten ihre Verträge geprüft hatten, schien ein Kompromiss zunächst unerreichbar.

Der Verein „Wasser + Freizeit“, der ebenfalls bei dem Gespräch am Donnerstag vertreten war, nimmt die Nachricht mit Freude zur Kenntnis. „Wir tragen die Lösung mit“, so Andreas Fischer, Ressortleiter Wasserrettung. Und das obwohl der ursprüngliche Plan, die bisherige, dreieckige Absperrung hinter dem Sprungbrett für den Aqua-Park zu einem 25 mal 50 Meter großen Rechteck zu vergrößern, nun nicht realisiert wird.

Die Gemeinde hatte „Wasser + Freizeit“ im vergangenen Jahr vorübergehend die Genehmigung für den Betrieb des Aqua-Parks unter Aufsicht erteilt. Da stand er zwischen den beiden Stegen. Ein Standort, der aus Sicht der Wasserretter aber ungünstig ist, weil das Spielgerät dann für sie nicht von allen Seiten einsehbar ist.

Der Verein stellt ehrenamtlich den Rettungswachdienst und ist somit quasi Dienstleister der Gemeinde. Die Eintrittsgelder fließen auf ein separates Konto der Gemeinde und werden zweckgebunden für den Badebetrieb ausgegeben, etwa für den Kauf neuer Spielgeräte.

Fischer kündigt an, dass die lustige Schwimminsel zeitnah aufgepumpt und mit Seilen an den Betongewichten befestigt werden soll, die Ehrenamtliche von „Wasser + Freizeit“ bereits vor geraumer Zeit in dem See versenkt hatten. Die Positionen der Klötze müssten zuvor noch nach den Vorgaben des Kompromisspapiers verändert werden. Hierfür müssten nochmals drei Taucher tätig werden.

Der Ressortleiter hofft, dass der Aqua-Park pünktlich zum „Tag des Kindes“ (Samstag, 24. Juli) am Badesee steht. So wie es derzeit aussieht, kann erst am Samstagmorgen mit dem Aufbau begonnen werden. „Das wird knapp“, so Fischer, der sich zugleich aber zuversichtlich zeigt, dass die ersten Kids auf die Schwimminsel steigen können, wenn die Veranstaltung um 15 Uhr beginnt.

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