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450 .000-Euro-Investition: Scheune bekommt neues Dach

Saerbeck

Mehr als 40 Jahre hat das Dach der Bürgerscheune auf dem Buckel. Nun ist es marode und soll saniert werden. 450 .000 Euro wird das kosten, einen Teil übernimmt das Land NRW. Passend zum Dorfjubiläum und zur 225-Jahr-Feier des Bürgerschützenvereins Saerbeck Dorf soll die Versammlungsstätte in neuem Glanz erstrahlen.

Von Katja Niemeyer

Dringender Handlungsbedarf: Die Dächer von Haupt- und Nebengebäude der Bürgerscheune sind marode. Sie sollen deshalb jetzt zügig saniert werden, berichten Bauamtsleiter Andreas Bennemann und Martina Krause-Rakers (Amt für Planen und Bauen). Foto: Katja Niemeyer

Die gute Nachricht vorweg: Gerade rechtzeitig für zwei große Jubiläen, die im kommenden Jahr gefeiert werden sollen, wird das Dach der Bürgerscheune saniert. Die schlechte Nachricht: Für ungefähr drei Monate muss die Versammlungsstätte zuvor wegen der Bauarbeiten geschlossen bleiben. Das Dach des Gebäudes ist schon länger marode. Zu Beginn der Coronakrise waren die Sanierungspläne zunächst auf Eis gelegt worden. Nun aber steht die Finanzierung, einen Teil der Kosten übernimmt das Land NRW.

Passend zum Bürgerfest, das die Gemeinde anlässlich ihres 900-jährigen Bestehens im kommenden Jahr feiern will, erstrahlt die Bürgerscheune dann wieder in neuem Glanz. Und auch die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Saerbeck Dorf dürften sich über die Nachricht gefreut haben. In ihrem Kalender steht für 2022 das 225-jährige Bestehen des Vereins.

Aber auch unabhängig von den anstehenden Feierlichkeiten hätten eine Erneuerung der Ziegel sowie eine Sanierung des Dachstuhls auf dem Plan gestanden. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, stellt Martina Krause-Rakers vom Amt für Planen und Bauen fest. Zu diesem Ergebnis war ein Gutachter gekommen, den die Gemeinde vor einiger Zeit beauftragt hatte.

Rund 450 .000 Euro verschlingt die Investition. Aus einem Denkmalförderprogramm des Landes fließen 75 .000 Euro. Laut Bauamtsleiter Andreas Bennemann sollen die Arbeiten in Kürze ausgeschrieben werden. Noch im Dezember könnten dann die Aufträge an die Handwerkerfirmen vergeben werden.

Die Satteldächer von Haupt- und Nebengebäude sind vergleichsweise simple Konstruktionen, zwei Besonderheiten dürften die Bauarbeiten aber in die Länge ziehen. Zum einen wurde Anfang der 1980-er Jahre, als die Scheune zur Versammlungsstätte umgebaut wurde, Mineralwolle verbaut. Das Material, so erläutert Bennemann, wird seit 1998 als krebserregend eingestuft. Eine aufwendige Schadstoffsanierung musste deshalb mit eingeplant werden. Zum anderen muss bei der Sanierung des Dachstuhls die Praktische Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beteiligt werden. Ziel sei es, erläutert Bennemann, „die Ur-Substanz des Gebäudes so weit wie möglich zu erhalten“. Dafür müssten die vorhandenen Latten und Sparren untersucht werden.

Ende Mai 2022, davon geht der Bauamtschef fest aus, sind die Bauarbeiten aber beendet. Auch ein neuer weißer Holzzaun soll bis dahin errichtet werden. Und auch auch in der Scheune stehen Arbeiten an. Damit der Schall künftig besser absorbiert wird, sollen Raumakustik-Platten angebracht werden. Die Wände erhalten zudem einen neuen Anstrich.

Bennemann geht derzeit davon aus, dass die Scheune von Januar bis März für Veranstaltungen geschlossen sein wird. So viel steht bereits fest: Betroffen davon ist ein plattdeutsches Theaterstück, das die katholische Landjugend aufführen wollte. Es fällt jetzt aus.

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