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Sozialamtsleiter Jürgen Hölscher über Hartz-IV-Leistungen in Zeiten der Pandemie

Seit Corona wird weniger geprüft

Saerbeck

Wie ist die finanzielle Situation von Hartz-IV-Empfängern? Lohnt es sich für sie überhaupt, sich eine Arbeit zu suchen? Oder haben sie mit den staatlichen Leistungen am Ende sogar mehr Geld in der Tasche? Fragen, auf die es keine pauschalen Antworten gibt, sagt Jürgen Hölscher.

Von Katja Niemeyer

Jürgen Hölscher Gemeinde Saerbeck Foto: privat

Das Sozialamt der Gemeinde bearbeitet Hartz-IV-Anträge. Nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz gewährt es Zuschüsse für Schulessen, Vereinssport und Nachhilfe. Und es hilft auch schon einmal, wenn ein Brief mit einer Sperrungsandrohung im Briefkasten liegt, weil die Stromrechnung nicht bezahlt wurde. Seit Beginn der Corona-Pandemie können die Mitarbeiter nun in bestimmten Situationen beide Augen zudrücken. Etwa wenn sie prüfen, ob die Miete für die Wohnung noch im Rahmen ist. Der Sozial- und Ordnungsamtsleiter nennt das Beispiel einer alleinerziehenden Frau, die, wenn sie für 1515 Euro arbeiten ginge, immerhin 330 Euro mehr in der Tasche hätte. Mit dem Thema hatte sich der Sozialausschuss in seiner Sitzung am Dienstag beschäftigt.

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