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Konzept für Umgestaltung der Bushaltestellen im Dorf überzeugt die Politik

So aktiv und innovativ ist Saerbeck

Saerbeck

Mit Farbe besprüht, zerkratzt und demoliert – die Bushaltestellen sind nicht mehr ansehnlich. Sowohl die Verwaltung als auch die Politik sehen schon seit Längerem Handlungsbedarf. Das Bauamt stellte jetzt ein Konzept zur Umgestaltung vor, das die Politik sofort überzeugte.

Von Katja Niemeyer

„Saerbeck aktiv“: Unter diesem Titel sollen in einem ersten Schritt die Rückseiten der beiden Haltestellen an der Grevener Straße (Abzweigung Ladbergen) mit Aufnahmen von sportlichen Aktivitäten bestückt werden (Foto oben). Für die großangelegte Umgestaltung der Unterstände bestand Handlungsbedarf, weil die Glasscheiben immer wieder beschädigt und mit Farbe besprüht werden. Foto: Katja Niemeyer/Gemeinde Saerbeck

Mit Farbe besprüht, zerkratzt und demoliert – die Saerbecker Bushaltestellen sind nicht mehr ansehnlich. Sowohl die Verwaltung als auch die Politik sehen schon seit Längerem Handlungsbedarf. Im Dezember vergangenen Jahres gab der Gemeinderat grünes Licht für eine Umgestaltung. Das Bauamt erstellte ein Konzept, das jetzt am Mittwoch in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vorgestellt wurde – und die Politik sofort überzeugte. Ohne Gegenstimmen brachte der Gemeinderat die Umsetzung auf den Weg.

Die Entwürfe, die Bauamtsmitarbeiterin Martina Krause-Rakers vorgestellt hatte, sehen großformatige Kunststoffplatten mit themenbezogenen Bildern vor. Sie sollen die Glasscheiben ersetzen, die in der Vergangenheit immer wieder beschädigt oder mit Graffiti verunstaltet worden waren. Vorgeschlagen wurden insgesamt sechs Themen. Bei „Saerbeck aktiv“ etwa würden Fotos mit sportlichen Aktivitäten eine Bushaltestelle schmücken. Bei „Saerbeck entdecken“ wären es Aufnahmen von lokalen Sehenswürdigkeiten, die einen Unterstand ins rechte Licht rücken würden.

Mit den Bildern will die Verwaltung erreichen, dass neben den Fahrgästen auch Passanten aufmerksam werden auf die Haltestellen – und damit auf die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs. In Zeiten, in denen die Gemeinde, wie berichtet, an einer Verkehrswende arbeitet, kein unwichtiger Aspekt.

An insgesamt fünf Doppelhaltestellen sowie an einem einzelnen Haltepunkt („Mitte“) im Dorf, so ist es beschlossen, werden die Glasscheiben an den Rückseiten durch alles in allem 32 Wandscheiben ausgetauscht, die mit den Folienbildern beklebt werden.

Folgende Haltepunkte werden so verschönert: „Am Friedhof“, „Am Schulkamp“, „Abzweigung Birgte“, „Mitte“, „Abzweigung Ladbergen“ und „Abzweigung Hembergen“. Eine Anregung aus der CDU-Fraktion, auch die Haltestellen in den Außenbereichen entsprechend umzugestalten, fand keinen Anklang.

Außen vor bleibt der Haltepunkt vor dem Rathaus, der transparent bleiben soll, um das historische Gebäude nicht zu verdecken.

Geplant ist, dass bei drei Wartehäuschen noch in diesem Jahr die Scheiben ausgetauscht werden. Die übrigen werden dann 2022 montiert.

In einem ersten Schritt werden die beiden Haltestellen an der Grevener Straße (Abzweigung Ladbergen) unter dem Titel „Saerbeck aktiv“ mit den modernen Elementen bestückt. Für den Haltepunkt Friedhof (Fahrtrichtung Ibbenbüren) ist angedacht, ein Regenbogen-Motiv zu wählen, ähnlich dem Fensterausschnitt der Friedhofskapelle, das einst der Osnabrücker Künstler Mario Haunhorst entworfen hatte.

Für die Umgestaltung wurden für dieses und für das kommende Haushaltsjahr jeweils 12 500 Euro eingestellt. Die Montage der Wände übernimmt der Bauhof. Ein einfacher Austausch der Glaselemente hätte mit rund 4000 Euro zu Buche geschlagen.

Von den insgesamt 44 Glasscheiben, die sich an den innerörtlichen Bushaltestellen befinden, waren laut Verwaltung 14 (Stand Oktober 2020) im Laufe der Jahre zerstört worden. Für jedes Element, das ersetzt werden muss, zahlt die Gemeinde rund 250 Euro.

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