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Kolping-Veranstaltungsplanerinnen laden in ihren Escape Room ein

Spiel mit gezinkten Karten

Saerbeck

Die Kolping-Veranstaltungsplanerinnen haben in einem ehemaligen Tresorraum einer Bank einen Escape Room eingerichtet und laden Teams zu einem Detektivspiel ein. Dabei geht es darum, Rätsel zu lösen und Codes zu knacken, um an das Geld von einem Mann namens Lui zu kommen. Der hat nämlich die Saerbecker mit gezinkten Karten und manipulierten Automaten um ihr Vermögen gebracht.

Von Katja Niemeyer

Haben den Code gemeinsam geknackt: Leonie, Emma (hinten v.l.), Maike (r.) und Matilda, die sich über einen Koffer beugt, dessen Inhalt geheim bleiben muss. Foto: Katja Niemeyer

Es geht um einen Gauner namens Lui (er spielte mit gezinkten Karten). Um Saerbecker, die um ihr Geld betrogen wurden. Und um einen Goldschatz. Viel mehr wollen Maria Grüter und Verena Helmig über das, was sich seit ein paar Wochen im Escape Room der Kolping-Veranstaltungsplanerinnen (KVP) abspielt, nicht verraten. Auch fürs Foto lassen sie nur wenige Requisiten zu. Eine Kasse, einen Geldsack und einen Metallkoffer. Rätsel über Rätsel.

Ohne diese würde das Spiel auch nicht funktionieren. Sie sind Teil einer Geschichte, die in einem ehemaligen Tresorraum der Sparkasse zum Leben erweckt wird. Hinter der dicken, roten Stahltür kommt ein Raum zum Vorschein, den Maria Grüter und Verena Helmig und die anderen KVPs mit viel Liebe zum Detail eingerichtet haben. Da liegen Geldsäcke, auf einem Regal thront ein Gerät, das an eine Registrierkasse erinnert. Und manches Requisit glänzt wie Gold. Mehr sollen die Leser und Leserinnen dieses Berichts nicht erfahren. Verena Helmig verschließt die Tresortür mit einer Eisenkette und blickt dabei verschwörerisch in die Augen der Journalistin.

Der Escape Room der Kolping-Veranstaltungsplanerinnen (acht Frauen und ein Mann) verspricht Spannung pur. Teams, die ihn betreten, erfahren, dass die fiktive Figur Lui in seinem Casino Kolpyal mit manipulierten Karten und Automaten an das Geld unschuldiger Saerbecker und Saerbeckerinnen gekommen ist. Das befindet sich nun in einem geheimen Tresor, der nur mit einem Code geknackt werden kann. Spionen sei es gelungen, das Sicherheitssystem vorübergehend zu deaktivieren.

Projekt „start up together“

Mit dieser Einführung werden die Teams ins Spiel entlassen. Über ein Funkgerät sind sie mit einer der KVPs verbunden. Mit Hilfe von Überwachungskameras wird außerdem jeder Schritt beobachtet, den sie machen.

„Bei dem Spiel geht es darum, Verstecke zu finden, Rätsel zu lösen und Codes zu knacken“, erläutert Maria Grüter. So kommen die Teams dem Geldversteck immer ein Stück näher. Genau 60 Minuten haben sie dafür Zeit.

Seit der Eröffnung des Escape Rooms vor rund einem Monat wurde Lui das ergaunerte Geld schon 40-mal wieder abgenommen. Nur äußerst wenige Teams seien an den Aufgaben gescheitert, erzählt Maria Grüter.

In einem Gästebuch können die findigen Detektive eine Widmung hinterlassen. Ein Team schrieb selbstbewusst: „Da muss Lui Langfinger schon früher aufstehen. Wir haben die Goldbarren gefunden.“

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