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Rund 150 Gäste bei interner Ausgabe der coronabedingt abgesagten Altstadtveranstaltung

„1604“ geht auch „in klein“

Burgsteinfurt

Wer sagt denn, dass „Anno 1604“ nur im großen Stil in der Altstadt funktionieren kann? Das Gegenteil bewiesen am Samstag rund 150 Akteure, die der Einladung von Vera und Frank Menzel auf das Betriebsgelände ihrer Gärtnerei an der Meteler Stiege ins Gewerbegebiet Sonnenschein gefolgt waren.

Von Ralph Schippers

Tolle Beteiligung: Rund 150 Teilnehmer zählte die kleine Ausgabe von „Steinfurt anno 1604“ auf dem Betriebsgelände der Gartenbaufirma Menzel. Sie alle erlebten einen rundum gelungenen Nachmittag und Abend. Foto: Ralph Schippers

Wer sagt denn, dass „Anno 1604“ nur im großen Stil in der Altstadt funktionieren kann? Das Gegenteil bewiesen am Samstag rund 150 Akteure, die der Einladung von Vera und Frank Menzel auf das Betriebsgelände ihrer Gärtnerei an der Meteler Stiege ins Gewerbegebiet Sonnenschein gefolgt waren. Ihnen allen gemeinsam: Sie wollten sämtlich bei der diesjährigen Auflage in der Altstadt mitmachen, die just für den Tag angesetzt war, aber wegen der unsicheren Corona-Entwicklung trotz weit gediehener Planung Mitte Juli zur Enttäuschung aller abgeblasen werden musste.

Wie sich dieses Gefühl ins Gegenteil drehen lässt, zeigten die Hobby-Schauspielerinnen und -schaupieler bei der „kleinen Ausgabe“, zu der Initiatorin Vera Menzel bereits kurz nach der Absage der Altstadt-Veranstaltung eingeladen hatte, am Wochenende eindrucksvoll. Auf dem Gärtnerei-Gelände herrschte eine herrlich lockere Atmosphäre, die Stimmung war bestens.

Die Voraussetzungen dafür waren aber auch nahezu optimal: Es gab eine mehr als ausreichende Auswahl von Speisen und Getränken – zum einen gesponsert durch die Rolinck-Brauerei, zum anderen finanziert durch das Preisgeld aus dem Gewinn des Heimatpreises der Stadt Steinfurt –, die Akteure kamen größtenteils genau mit den Kostümen, die sie auch beim Original tragen und nicht zuletzt spielte auch das Wetter hervorragend mit. Last but not least gab es auch einen Gutteil des Programmes zu sehen, das am gleichen Tag in der Altstadt hätte aufgeführt werden sollen: Angefangen von Vorführungen wie Schmieden, Steinbearbeitung oder Papierherstellung über den bekannten Leichenzug bis hin zu Gesangsdarbietungen wie zum Beispiel des Kirchenchores reichte das Gebotene.

Nicht nur Vera Menzel war sprachlos ob des guten Zuspruchs und der tollen Stimmung bei der internen Ausgabe von „1604“: „Es ist toll, das so viele gekommen sind und hier feiern. Das gibt uns Motivation für die nächste Ausgabe im großen Kreis“, sagte die Initiatorin des Improvisationstheaters, bei dem die Akteure alle drei Jahre in die Rolle ihrer Vorfahren schlüpfen.

So lange warten müssen sie dieses Mal übrigens nicht: Der kommende Termin für „Steinfurt anno 1604“ steht mit dem 13. August 2022 schon fest.

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