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Baugebiet Pottkamp/Südstraße

Anwohner warten auf den Spielplatz

Borghorst

Der von den Anwohnerfamilien heiß ersehnte Spielplatz Am Bahnhof/Pottkamp in Borghorst lässt auf sich warten. Darüber herrscht Enttäuschung bei vielen Anwohner des neuen Wohngebiets. Schon im vergangenen August habe es ein Informationstreffen gegeben, seitdem sei nichts weiter passiert. Auf Nachfrage kündigt die Stadt an, dass der Spielplatz spätestens zum Jahresende fertig sein werde.

rs/erh

Zwischen Pottkamp und Südstraße soll der lang ersehnte Spielplatz entstehen. Die Stadt verspricht: Im Juli werden die Arbeiten endlich ausgeschrieben. Foto: TIM Online Geodatenbasis NRW

Die Einladung zu einem Informationstreffen im August 2020 zur Spielplatzgestaltung im Baugebiet Am Bahnhof/Pottkamp hat bei den Anliegern große Euphorie ausgelöst. Indes: Gut ein dreiviertel Jahr später ist die längst wieder verflogen und hat sich in in Enttäuschung verwandelt. „Seitdem hat sich nichts getan“, sagt Kerstin Paulick, eine der Anliegerinnen.

Gut 20 Nachbarn waren damals bei dem Ortstermin. „Wir haben Kataloge gewälzt und Post-its geklebt“, erzählt sie. „Und uns schon für unsere Kinder gefreut, wie der Spielplatz bald aussehen würde.“ Gerade in Corona-Zeiten sei es für die Familien mit Kindern durchaus eine Perspektive gewesen. Die zuständige Stadt-Mitarbeiterin, Jugendpflegerin Ute Kriens, habe noch ihre Freude darüber ausgedrückt, wie einvernehmlich sich die Nachbarn verständigt hätten.

„Dann kann jetzt die Ausschreibung erfolgen“, habe die Jugendpflegerin gleichsam zum Abschied gesagt. „Im Prinzip waren wir dann davon ausgegangen, zu zwei oder drei Entwürfen unsere Meinung sagen zu sollen.“ Doch nichts passierte.

„Im Januar habe ich dann im Rathaus angerufen und mich erkundigt, wie der Stand der Dinge ist“, berichtet Kerstin Paulick. Aber zu dem „Stillstand“ und vor allem zu den Gründen dafür habe sie nichts in Erfahrung bringen können.

Einige Wochen später hätte eine Firma begonnen, das kleine Pättken zum geplanten Spielplatz zu pflastern. „Wir haben uns schon gewundert, da auf dem Gelände noch verschiedene Haufen Erde und andere Materialien liegen“, meint Kerstin Paulick. Es könne doch wohl nicht sein, dass möglicherweise schwere Lkw über die neue Pflasterung rollen sollen, um diese abzufahren. Die Pflasterarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, die Erdhaufen liegen immer noch an Ort und Stelle.

Beim Straßenbau im gesamten Baugebiet beobachtet Kerstin Paulick „Merkwürdiges“. So sei der Ausbau der Straße „Am Bahnhof“ bereits begonnen worden, obwohl die Mehrfamilienhäuser noch nicht fertig seien.

Niels Heermann, Fachdienstleiter Tiefbau bei der Stadt, kann gut nachvollziehen, dass die Anwohner des Pottkamps und anliegender Straßen wegen des Spielplatzes mit dem Hufen scharren. Er bittet indes um Verständnis dafür, dass es Verzögerungen gibt. Es sei im gesamten Areal mit den Straßen Am Bahnhof und Altemarktstraße und der Anlegung eines Kreisverkehrs derzeit viel im Schwange. „Wir wollen damit bis Ende Juli fertig werden und dann die Anbindung des Spielplatzes in Angriff nehmen und auch die Südstraße ausbauen“, so Heermann. Konkret hieße das für den Spielplatz, dass die Ausschreibung noch im Juli auf den Weg gebracht wird, damit der Bau im Herbst erfolgen kann. 40 000 Euro seien dafür im Haushalt veranschlagt, inklusive Eigenleistungen des Bauhofes.

Was die Feinplanung des Spielplatzes anbelangt, werde Ute Kriens kurzfristig die Endabstimmung mit den Anwohner vornehmen. Das Thema sei bereits auf die Bereiche „Feuerwehr/Bahnhof“ und damit mit örtlichem Bezug festgelegt worden. „Wir wollen und werden die Anlieger in dieser Hinsicht natürlich mitnehmen“, versprach Heermann.

Richtig sei, dass zurzeit noch Erdaushub und andere Materialien auf dem Areal des künftigen Spielplatzes zwischen Pottkamp und Südstraße lagere. Dies sei ebenfalls den vielen Baumaßnahmen in der Umgebung geschuldet. Nach dem Anlegen sei geplant, den kombinierten Fuß- und Radweg, der zum Spielplatz führt, etwa mittig abzupollern.

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