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Steinfurt Marketing und Touristik

Werbegemeinschaft Burgsteinfurt gibt Organisation der Märkte an SMarT ab

Burgsteinfurt

Die Werbegemeinschaft stellt sich neu auf und gibt die Organisation der großen Burgsteinfurter Märkte an Steinfurt Marketing und Touristik ab. „Es gibt noch genug Aufgaben“, sagte Vorsitzender Berthold Probst auf der Jahreshauptversammlung.

Die Werbegemeinschaft hat am Donnerstag im Café Probst ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. 51 Mitglieder zählt die von Berthold Probst (l.) angeführte Interessenvertretung aktuell. Zu den Gästen zählten auch Bürgermeisterin Claudia -Bögel Hoyer (vorn, l.) und Wirtschaftsförderer Hanno Wiesmann (l.) Foto: Drunkenmölle

Die Burgsteinfurter Werbegemeinschaft wird die Organisation ihrer drei großen und umsatzstarken Märkte (Nikolausmarkt, Kreativ- und Handwerkermarkt, Erntedankmarkt) zukünftig in die Hände von Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT) legen. Eine entsprechende Kooperation haben beide Seiten zunächst für eine einjährige Probezeit beschlossen. Danach wollen die Vorstände Bilanz ziehen und beraten, wie sich die weitere Zusammenarbeit gestalten lässt.

„Die Manpower reicht einfach nicht mehr aus“, hat Vorsitzender Berthold Probst den Entschluss begründet, einen Schnitt zu machen. Mit den gestiegenen Ansprüchen an ein hochwertiges Angebot und attraktives Programm sei auch der organisatorische Aufwand immer mehr gewachsen und die Grenze der Belastbarkeit erreicht.

SMarT, so Probst weiter, sei der richtige Partner, um die finanziellen und logistischen Herausforderungen bewältigen zu können. Der Verein verfüge über die notwendige Professionalität, die Kompetenz, das Personal und das Know-how, den, für den Einzelhandel so wichtigen Märkten ein neues Format zu geben.

„Dafür sind wir bereit“, bekräftigte SMarT-Geschäftsführerin Marion Kessens die Aufgabenteilung und ihr Ziel, die Kräfte in der Stadt zu bündeln. Kessens wiederholte ihr Bestreben, klare Strukturen zu schaffen, um effizienter und erfolgreicher arbeiten zu können. Kessens: „Es ist Zeit, neue Wege zu gehen.“

Dazu sei auch die Werbegemeinschaft bereit, bekräftigte Probst den Willen des Vorstandes der Kaufmannschaft, sich neu auszurichten. Einer Auflösung des Vereins gab Probst eine deutliche Absage. Es gehe zukünftig darum, sich stärker auf anderen Ebenen für die Interessen der Geschäftsleute vor Ort einzusetzen, sich beispielsweise auf gezielte Werbemaßnahmen zu konzentrieren, Ansprechpartner für die Stadt zu sein, beim Neubürgerempfang mitzuwirken oder sich in die politische Entscheidungsprozesse einzubringen, wenn es um „Dritte Orte“ oder um Programme geht, die Innenstädte neu zu gestalten. Probst: „Es gibt noch genug Aufgaben.“

Davon hat auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zu Beginn des Abends im Café Probst gesprochen. „Wir wollen keine Steuern erhöhen und auch nicht noch einmal in die Haushaltssicherung abrutschen“, wiederholte die Verwaltungschefin ihre, bereits bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs 2023 erklärten Ziele, mit Besonnenheit zu wirtschaften. Den Einzelhandel bezeichnete Bögel-Hoyer in diesem Zusammenhang als verlässlichen Partner der Stadt, auch in sehr schwierigen Zeiten Stabilität zu geben: „Steinfurt kann auf seinen Fachhandel bauen.“

Was die Stadt ihrerseits unternimmt, um den Handel zu beleben und Kaufkraft zu binden, skizzierte Hanno Wiesmann von der Steinfurter Wirtschaftsförderung. Ein erfolgreiches Instrument sei das Zentrenmanagement. Allein mit ihm sei es gelungen, elf Leerstände in Borghorst und sieben in Burgsteinfurt abzubauen.

Mit Blick auf die bevorstehende Adventszeit hat es am Ende des Abends noch einmal Diskussionen um die Weihnachtsbeleuchtung gegeben. Die sei „absolut wichtig“ fürs Geschäft, betonte Berthold Probst noch einmal. Im Zusammenhang mit den Forderung an die Händler, Energie zu sparen, wiederholte er, dass die Ausstattung bereits vor Jahren auf energiesparende LED-Technik umgestellt worden sei. Dennoch habe man aus Solidarität ein Zeichen setzen wollen und die Schaltzeiten von 16 bis 21 Uhr auf zwei Stunden reduziert. Das wiederum hat nicht allen Mitgliedern gefallen. Am Ende der Diskussion hat man sich geeinigt, noch einmal mit den Stadtwerken und dem Ordnungsamt zu sprechen, damit die Weihnachtsbeleuchtung möglicherweise doch bis 22 Uhr leuchten kann. Eine entsprechende Empfehlung soll dann auch, wo möglich, für die Schaufensterbeleuchtung gegeben werden.

  

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