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Bau der Schulmensa in Maase schreitet voran / Steinfurter Verein MPPMI bittet um Spenden

Auch in Afrika wird alles teurer

Steinfurt

Kinder im ghanaischen Maase in ihrer Bildungsentwicklung zu unterstützen, ist das Ziel des Steinfurter Vereins MPPMI. Ein aktuelles Projekt vor Ort ist der Bau einer Schulmensa. Der Rohbau mitsamt Dachkonstruktion steht bereits.

Von Matthias Lehmkuhlund

Der Bau der Mensa in Maase (Ghana) geht voran. Voller Dank berichtet der Steinfurter Verein Maase Peniel Prayer Ministries International (MPPMI), dass mit den Arbeiten am Dachstuhl begonnen werden konnte. Da auch in Afrika alles teurer geworden ist, werden unbedingt noch weitere Spenden vor allem für die Eindeckung mit Blechtafeln und die Ausstattung benötigt. Foto: MPPMI e.V.

Der Verein Maase Peniel Prayer Ministries International (MPPMI) mit Sitz in Steinfurt setzt sich seit fast 15 Jahren für das 3000-Seelen-Dorf Maase im westafrikanischen Ghana ein. Gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort hilft der Verein, die Entwicklung der Kinder im Kindergarten und in der Vorschule zu fördern, sie mit einer dementsprechenden Schulkleidung auszustatten und ihnen eine tägliche warme Mahlzeit zur Verfügung zu stellen. Außerdem werden mit Hilfe von Spenden Mitarbeiter in Kindergarten und Schule, Erzieher, Lehrer und Hilfskräfte sowie für Küche, Haus, Garten und den Fahrdienst finanziert. Darüber hinaus ermöglichen Patenschaften eine persönliche Unterstützung.

Der Schulbetrieb läuft wieder

Inspiriert von der Vision, die Lebensbedingungen in seiner Heimat zu verbessern, hat Pastor Philip Asamoah das Maase-Peniel-Projekt gegründet. 2003 konnte er ein großes Stück Land erwerben. Hier hat die Kirchengemeinde Peniel Prayer Ministries ihre Heimat gefunden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde 2012 eine Vorschule und anschließend eine Schule gebaut. „Nach einer langen Coronapause ist unsere Schule jetzt wieder gestartet und etwa 400 Kinder besuchen den Kindergarten, die Vorschule und die Schulklassen bis zu zweiten Klasse der Junior High School“, erläutert Karin Maib, 1. Vorsitzende des Vereins Maase Peniel Prayer Ministries International. Vor der Pandemie seien rund 530 Kinder unterrichtet worden. Als die Bildungseinrichtung coronabedingt geschlossen werden musste, seien viele Kinder zu Verwanden geschickt worden, um dort auf ihren Feldern zu arbeiten. „Die sind jetzt nicht zurückgekommen, weil sie für die Feldarbeit gebraucht werden und ihre Eltern ganz froh sind zu wissen, dass ihr Kind versorgt ist“, schildert Karin Maib.

Rohbau für Mensa steht

Die verbliebenden Kinder müssen allerdings ihre Mahlzeit noch in ihren Klassenräumen einnehmen. „Das soll sich mit der neuen Schulmensa ändern, deren Rohbau inklusive Dachkonstruktion nunmehr steht“, ergänzt die 1. Vorsitzende. Die neue Mensa soll Schutz vor der Sonne und ebenso vor den Wassermengen der Regenzeit bieten. Darüber hinaus soll dieses Gebäude mit rund 500 Plätzen, einer Küche, Versorgungsräumen und Toiletten multifunktional für viele weitere Begegnungen genutzt werden. Da das Gelände etwas Gefälle hat, wurde in der Baumaßnahme noch ein Keller für die Vorratslagerung mit angelegt. Im vergangenen Dezember sei der Auftrag für die Dachkonstruktion vergeben und bereits montiert worden. Was derzeit allerdings noch fehle, sei die Dacheindeckung des Gebäudes mit Blechtafeln und die gesamte Innenausstattung. Allerdings seien bis dato die Spendengelder für die neue Mensa so gut wie aufgebraucht. „Da auch in Afrika alles teurer geworden ist, benötigen wir unbedingt weitere Spenden“, bittet die Steinfurterin um zusätzliche finanzielle Unterstützung, weil das bauausführende Unternehmen den vorher ausgemachten Preis nicht halten könne.

Patenschaften auch für Schulklassen möglich

Karin Maib unterstreicht, dass Bildung der Schlüssel zur Welt sei. Deshalb wirbt die 63 Jahre alte Burgsteinfurterin um Patenschaften, die nicht unbedingt nur personenbezogen sein müssen, sondern beispielsweise für den selben Monatsbeitrag in Höhe von 30 Euro auch die Patenschaft einer gesamten Klasse sein können.

Folgendes Spendenkonto soll für das Projekt genutzt werden: Peniel Projekt Ghana, Volksbank Münsterland Nord eG, IBAN: DE33 4036 1906 0113 1133 00, BIC: GENODEM 1IBB, Stichwort: Spende Mensa

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