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Peter Weidlichs Buch „Das Schnoodle Rudel“

Ausdruck des Respekts vor dem Tier

Borghorst

Mal berührend, mal erheiternd sind die Erlebnisse von Peter Weidlich, seiner Frau Gunthild sowie Familienfreund Christian Butscheid mit Florentine, der mittlerweile achtjährigen Zwergschnauzer/Zwergpudel-Mischlingshündin. Der 75-jährige Borghorster hat dazu ein Buch verfasst. Die Kurzgeschichten in „Das Schnoodle Rudel“ machen deutlich, wie eng die Beziehung Hund-Mensch über die Zeit werden kann.

Von Ralph Schippers

Peter Weidlich hat über die Erlebnisse mit seinem Zwergschnauzer-/Zwergpudel („Schnoodle“)-Mischling Flo ein Buch geschrieben. Foto: privat

Sie ist eine treue Seele, weicht den Ihren nicht von der Seite, mal zeigt sie sich verspielt, dann wieder eigenwillig: Die Rede ist von Florentine, auch kurz Flo genannt. Die achtjährige Mischlingshündin der Rassen Zwergschnauzer und Zwergpudel steht im Mittelpunkt des neuen Buches von Herrchen Peter Weidlich „Das Schnoodle Rudel“. Mal berührend, mal erheiternd in jedem Fall aber authentisch sind die Kurzgeschichten, in denen der 75-jährige Borghorster seine Erlebnisse sowie die seiner Frau Gunthild und Familienfreund Christian Butscheid mit Flo wiedergibt. Sie machen deutlich, wie eng die Beziehung Hund-Mensch über die Zeit werden kann.

„Es geht in dem Band um das Verhältnis des Menschen zum Tier und den Umgang mit demselben“, sagt der Autor über seine Motivation, sein neuestes Werk zu verfassen. Der Respekt vor der Schöpfung sollte niemals verloren gehen. „Tiere haben Würde“ lautet das Credo des diplomierten Sozialpädagogen, der früher in der Kinder- und Jugendarbeit tätig war. Dass er sich als passionierter Jäger – es gibt gleich eine ganze Reihe von Beiträgen in dem Buch, die sich mit Waidmann-Erlebnissen beschäftigen – dabei auch Kritik aussetzen könnte, ist Weidlich wohl bewusst. Er sieht darin keinen Widerspruch.

Apropos Jagd: Wer sich in in das 123 Seiten starke Buch vertieft, merkt schnell, dass Flo keine ausgebildete Jagdhündin ist. Sie leistet ihrem Herrchen – und Frauchen, die ebenfalls dem Jagdwesen frönt – vielmehr im Hochstand Gesellschaft. Dabei ist sie aufmerksam und fiebert mit ihnen. Klassische Aufgaben eines Jagdhundes wie Aufspüren von Wild, Wasserarbeit oder Apportieren aber nimmt sie nicht wahr. Es geht in den Beiträgen vielmehr um das Drumherum, oft mit überraschenden, manchmal auch erheiternden Wendungen.

Es sind „unterhaltsame Geschichten, die sich an Hundeliebhaber und Jagdfreunde richten, aber auch an alle, die auf der Suche nach einer fröhlichen Geschichte sind“, wird Günter Marquard als Kurzrezensent im Einband des im Verlag Neumann-Neudamm erschienen Werks zitiert. Das trifft des Pudels Kern, um im Bild zu bleiben.

„Das Schnoodle Rudel“ ist das mittlerweile siebte Buch in Weidlichs Schriftstellerkarriere. Dabei zeigt sich der Borghorster Autor recht vielfältig: Sein Erstlingswerk von 2007 ist ein Thriller, später brachte er Autobiografisches heraus oder schrieb ein Jugendbuch. Und auch nach „Schnoodle Rudel“ wird es weitergehen: Weidlich schreibt bereits an einem Buch, das sich an die Altersgruppe der Grundschüler wendet. Es geht um eine spannende Geschichte, die sich um das Bagno und seine Tierwelt dreht. Allzu viel will der Autor aus verständlichen Gründen noch nicht über die Handlung verraten. Nur soviel: Es geht um Tierretter, wobei diese als Belohnung von einem Fabelwesen eine Zeit lang die Fähigkeit erhalten, sich in der Sprache der Tiere mit diesen zu verständigen. Das wollen sie dafür nutzen, Gutes zu tun...

Eine Affinität zum Schreiben und zur Schriftstellerei hatte der in der Südheide aufgewachsene Weidlich nach eigener Aussage schon immer. Das kommt nicht von ungefähr, war der Adoptivvater doch auch in diesem Genre tätig – und hat sogar über seinen Sohn ein Buch geschrieben. Der tut es ihm jetzt nach – mit wachsendem Erfolg.

Das Buch „ Das Schnoodle Rudel“ von Peter Weidlich ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-7888-2004-6, 14,95 Euro).

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