1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Ausgezeichnetes Reinigungsverfahren

  8. >

Hochschulpreis für Sebastian Kellner

Ausgezeichnetes Reinigungsverfahren

Steinfurt

Um Oberflächen zu versiegeln, indem sie zum Beispiel beschichtet oder lackiert werden, müssen diese vorher möglichst rein sein. In seiner Bachelorarbeit „Einfluss der Oberflächenvorkonditionierung auf den Graben- und Randversiegelungsprozess“ hat sich Sebastian Kellner damit beschäftigt, mit einer Plasmabehandlung sämtliche Verunreinigungen zu beheben. Für seine Arbeit ist der Student der Fachhochschule mit dem Hochschulpreis am Steinfurter Fachbereich Chemieingenieurwesen ausgezeichnet worden.

Sebastian Kellner ist mit dem Hochschulpreis der FH am Fachbereich Chemieingenieurwesen ausgezeichnet worden.

Um Oberflächen zu versiegeln, indem sie zum Beispiel beschichtet oder lackiert werden, müssen diese vorher möglichst rein sein. In seiner Bachelorarbeit „Einfluss der Oberflächenvorkonditionierung auf den Graben- und Randversiegelungsprozess“ hat sich Sebastian Kellner damit beschäftigt, mit einer Plasmabehandlung sämtliche Verunreinigungen zu beheben. Für seine Arbeit ist der Student der Fachhochschule mit dem Hochschulpreis am Steinfurter Fachbereich Chemieingenieurwesen ausgezeichnet worden. Seine Untersuchungen hat er bei der Firma Infineon in Warstein durchgeführt.

„Das Unternehmen Infineon ist in der Halbleiterindustrie tätig“, erklärt Kellner. „Deshalb habe ich mich mit Bauteilen beschäftigt, die Teil eines Halbleitermoduls sind, das in der Industrie zum Einsatz kommt.“ Diese Bauteile hat Kellner mit Plasma behandelt – und damit nicht nur sämtliche Verunreinigungen entfernt, sondern auch eine optimale Versiegelung gewährleistet. „Bislang werden die Bauteile unbehandelt verarbeitet. Da kann es in den Oberflächeneigenschaften jedoch zu Schwankungen kommen“, sagt der 29-Jährige. Die Plasmabehandlung ist für die untersuchten Teile neu. „Mit der Bachelorarbeit sollte die Grundlage dafür geschaffen werden, ob so eine Behandlung überhaupt sinnvoll und möglich ist. Sie ist möglich.“

Zu seinem Thema kam Kellner über ein Praktikum bei Infineon. Dort arbeitet er weiterhin als Werkstudent – an der FH studiert er nun das internationale Masterprogramm Chemical Engineering.

Sebastian Kellner hat gezeigt, wie moderne Oberflächenbehandlungen in einen bereits etablierten industriellen Fertigungsprozess integriert werden können, um so zu höherer Verlässlichkeit und flexiblerem Einsatz verfügbarer und zukünftiger Versiegelungsmaterialien zu führen“, erklärt Erstprüfer Prof. Dr. Michael Bredol. „Plasmachemische Verfahren sind vorher im Fertigungsprozess nicht genutzt worden und stellen im speziellen Kontext dieser Arbeit eine erhebliche Innovation dar.“

Startseite
ANZEIGE