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Schwerer Unfall in Ochtrup

Auto bohrt sich in die Böschung: Drei Männer verletzt

Ochtrup

Zu einem heftigen Alleinunfall ist es am Freitagabend gegen 22:30 Uhr auf der Bentheimer Straße (B 403) gekommen. Drei Männer erlitten dabei Verletzungen.

Von Martin Fahlbusch

Der Unfallwagen hatte sich tief in die Böschung hineingebohrt und war für die Rettungskräfte zunächst kaum zu entdecken. Foto: Martin Fahlbusch

Nach Angaben der Polizei war ein 43-jähriger Fahrer mit zwei jungen, etwa 17- und 18-jährigen Beifahrern auf der Bundesstraße in Richtung Bad Bentheim unterwegs. Auf der relativ gerade verlaufenden Strecke verlor der Fahrer die Gewalt über sein Fahrzeug und schleuderte auf die Gegenfahrbahn, auf der zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise kein Verkehr lief.

Der Versuch gegenzulenken geriet wohl zu stark, sodass der Wagen über die Richtungsfahrbahn nach Bad Bentheim hinaus sowie über einen Grünstreifen und einen dahinterliegenden Radweg mit heftiger Wucht weiterschleuderte. Dort traf das Fahrzeug einen Baum, kippte auf die Seite und wickelte sich dann im starken Buschwerk an einer abfallenden Böschung regelrecht um einen weiteren Baum.

Die Ortung des Unfallfahrzeugs war nicht nur wegen der Dunkelheit schwierig, sondern auch weil sich der Wagen derart in das Grün gebohrt hatte und kaum zu entdecken war. Durch die Wucht des Aufpralls waren Fahrzeugteile herumgeflogen. Der Motor wurde aus dem Fahrzeug gerissen und über den Radweg hinaus etwa 30 Meter entfernt vom Unfallwagen auf den Grünstreifen katapultiert.

Der Motor des BMW wurde aus dem Fahrzeug herausgerissen, er landete auf dem Grünstreifen. Foto: Martin Fahlbusch

„Die Insassen haben trotz des heftigen Unfalls insofern Glück gehabt, da sie sich aus dem total zertrümmerten Fahrzeug noch irgendwie selbst befreien konnten. Da sie laut riefen, konnten wir sie in dem kleinen Dschungel am Rande der Bundesstraße relativ gut orten und dann dem herbeigeeilten Notarzt und den Rettungssanitätern übergeben“, erläuterte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Diese war mit rund 20 Kameraden, mehreren Fahrzeugen und drei Rettungswagen angerückt.

Die drei Verletzten mussten in Krankenhäuser transportiert werden. „Was gewesen wäre, wenn das Unfallfahrzeug nicht so ein großer und solide gebauter BMW gewesen wäre, möchte ich mir überhaupt nicht ausmalen“, zog ein Polizeibeamter noch vor Ort eine nachdenkliche Bilanz dieses schweren Unfalls.

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