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Fachhochschule stellt der Politik ihren Masterplan vor

„Bekenntnis zum Standort Steinfurt“

Burgsteinfurt

Der Fachhochschul-Standort Steinfurt wird millionenschwer ausgebaut. Die Bauherren verbinden ihr Engagement mit Erwartungen an die Stadt.

Von Axel Rollund

Die gelb gefärbte Campusachse soll das FH-Areal auch für Besucher interessant machen. Den Studierenden sollen interessante Räume zum Entspannen und Lernen geboten werden. Foto:

Die Politiker auf den Hörsaalklappstühlen hörten es gerne: Die Fachhochschule hat Großes vor in Burgsteinfurt. Kanzler Guido Brebaum will es als „klares Bekenntnis zum Standort Steinfurt“ verstanden wissen, was sich in den nächsten Jahren rund um die Stegerwaldstraße rein baulich tun wird. Es werden noch Jahre vergehen, bis das alles in Stahl, Beton, Holz und Glas umgesetzt wird, was die Architekten des renommierten und weltweit tätigen Büros Behnisch aus Stuttgart vor den Mitgliedern des Planungsausschusses in dieser Woche digital präsentierten. Aber: Die ersten Schritte für die Umsetzung des millionenschweren Masterplans sind nicht mehr weit.

Wie Brebaum erläuterte, werden noch in diesem Jahr die Nachbarn des Lehrbetriebs über das Großprojekt, das in Modulen nach und nach umgesetzt werden soll, informiert. Die erste Bauphase, so Architektin Cornelia Wust, ist für 2023 bis 2026 angepeilt. Drei Baukörper werden dann in Angriff genommen. Herzstück der Maßnahme ist der Ersatz für das Chemielaborgebäude, das noch aus dem Jahr 1969 stammt, schadstoffbelastet ist und natürlich nicht mehr den Anforderungen eines modernen Wissenschaftsbetriebs entspricht. Cornelia Wust beziffert die Nutzfläche auf 6400 Quadratmeter. Weiterhin soll in direkter Nachbarschaft eine Parkpalette entstehen mit rund 600 Stellplätzen.

Auf die in den Plänen signalgelb eingefärbte Campusachse durch das Areal werden die Studierenden noch ein wenig warten müssen. Sie soll, so die Architektin, „attraktive Außenräume und Plätze“ bieten, die das Arbeiten mit dem Laptop genauso möglich machen sollen wie das Entspannen nach anstrengenden Vorlesungen. Über allen Planungen, das hatte Kanzler Brebaum zuvor deutlich gemacht, steht eine nachhaltige Ausrichtung. Im Großen, wie im Kleinen. So wollen die Planer zum Beispiel beim Regenwassermanagement neue Wege gehen. Ein zen­trales Regenrückhaltebecken wurde verworfen, stattdessen soll das Wasser von oben dezentral auf dem Gelände aufgefangen und Möglichkeiten zur Verdunstung gegeben werden. Unter anderem sollen dafür begrünte Dächer genutzt werden.

5000 Studenten zählt derzeit der Steinfurter Campus. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Zahl relativ stabil bleibt. Mit insgesamt 15 000 Studenten war die Fachhochschule mit all ihren Standorten „so groß wie noch nie“, wie Kanzler Brebaum betonte.

Die FH-Verantwortlichen machten bei ihrer Präsentation des Masterplans deutlich, dass sie Unterstützung von der Stadt erwarten. „Wir wünschen uns eine bessere Anbindung“, sagte Brebaum. Die Stegerwaldstraße könne diese Aufgabe nicht auf Dauer übernehmen. Auch wenn die FH andere Verkehrsmittel als das Auto fördere. „Wir gehen davon aus, dass die K76n kommt.“

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