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„Abendvisite“ über Arthrose

Bewegung und ausgewogene Ernährung helfen

Steinfurt

Rund um das Thema Arthrose ging es bei der jüngsten „Abendvisite“, veranstaltet vom UKM Marienhospital und der Familienbildungsstätte Steinfurt.

Chefarzt Dr. Christoph KönigOberärztin Andrea Pokorná

Gelenkverschleiß ist ein großes Thema, allein das fortschreitende Alter ist bereits ein Risikofaktor. Die sogenannte Arthrosis deformans ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die primär im Gegensatz zur Arthritis nicht entzündlich ist. Fünf Prozent der 50-Jährigen und mehr als 25 Prozent der 75-Jährigen leiden unter Arthrose in den großen Gelenken Hüfte und Knie. Fünf Millionen Deutsche befinden sich aus diesem Grund in ärztlicher Behandlung. Die Gründe sind vielfältig und reichen von genetischen Faktoren über exzessive sportliche Betätigungen bis hin zu beruflichen Belastungen und Übergewicht.

Hüfte und Knie

In einer weiteren Folge der Vortragsreihe „Abendvisite“, in Kooperation veranstaltet vom UKM Marienhospital, dem Kulturforum und der Familienbildungsstätte Steinfurt, haben sich Chefarzt Dr. Christoph König und Oberärztin Andrea Pokorná vom Endoprothetikzentrum mit diesem Thema befasst. Zurzeit findet die „Abendvisite“ wieder im virtuellen Raum als Zoom-Konferenz statt.

Lebensqualität

Die Arthrose an Hüfte und Knie verursacht zum Teil äußerst schmerzhafte Symptome bis hin zu ernsthaften Bewegungseinschränkungen. „Zu den konservativen Therapiemöglichkeiten gehören Krankengymnastik, Injektionen und Medikamente“, so Christoph König. Er rät zum Führen eines Schmerztagebuches, um die Entwicklung des Verschleißes zu beobachten.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, den Zustand der Gelenke röntgenologisch oder durch eine Magnetresonz­therapie (MRT) zu erfassen. Letzte Möglichkeit einer Verbesserung der Lebensqualität ist die Implantation von Hüft- beziehungsweise Knieprothesen. „Wir drängen niemanden dazu, wann es soweit ist, bestimmt der Patient“, betont König. Das hängt entscheidend davon ab, wie beweglich die Betroffenen bleiben wollen, um am täglichen Leben teilzunehmen. Je nach Fortschritt der Arthrose besteht die Möglichkeit, Teil- oder Vollprothesen einzusetzen.

Gewicht reduzieren

Andrea Pokorná differenzierte die typischen Arthrose-Symptome. Dazu gehören Anlauf- ebenso wie dauerhafte, spezifische Gelenkschmerzen. „Die Medizin teilt den Verlauf in vier Stadien ein“, so die Ärztin. Mit aufgerauten Stellen an der Oberfläche des Gelenkknorpels fängt es an, beim stärksten Grad reiben die Knochen direkt aneinander, das Gelenk ist steif und schmerzt.

Gewichtsreduktion, Bewegung und gute Ernährung gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, der Arthrose vorzubeugen. Beim gelenkschonenden Sport soll darauf geachtet werden, die betroffenen Gelenke wenig zu belasten. Das geht zum Beispiel beim Aqua-Fitness oder Radfahren. Jeden Tag 30 Minuten Bewegung wären ideal.

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