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Feuer in Produktionshalle

„Hier war alles neu“: Brand trifft Firma schwer

Borghorst

Von der Trockeneisproduktion in der ausgebrannten Halle der Firma Oknal ist bis auf Asche nicht mehr viel übrig geblieben. Familie Ates will den Kopf nicht in den Sand stecken. Für die Ursache des Feuers gibt es erste Vermutungen.

Von Axel Roll

In den Stahlbehältern hat das Trockeneis die ungeheure Hitze überstanden. Die Produktionshalle selbst ist am Samstag komplett ausgebrannt. Foto: Axel Roll

Ayhan Ates ist immer noch sichtlich angefasst. Eigentlich war der Seniorchef aus der Türkei nur nach Borghorst gekommen, um für ein paar Tage seine Enkel zu sehen. Am Samstagnachmittag musste er von der gegenüberliegenden Straßenseite miterleben, wie innerhalb von sechs Stunden sein Lebenswerk an der Bleichereistraße niederbrannte. „Alles kaputt“, sagt Ates. Er deutet auf die Fabrikhalle hinter ihm. Ein Bagger hat dort die Reste von verkohlten Europaletten zu einem Haufen zusammengeschoben. Dahinter steht die ausgebrannte Produktionshalle, in der noch bis zum Wochenende Trockeneis hergestellt wurde. „In den Tanks sind auch auch 100 Tonnen CO2“, erläutert der Seniorchef. Nur produzieren, das werden die 35 Mitarbeiter in Wilmsberg wohl lange Zeit nicht mehr. Den Kopf in den Sand stecken, das will die Familie Ates aber auf keinen Fall. Bruder Nizamettin und Sohn Seyyit, sie alle sagen: „Wir werden weitermachen.“

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