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24. Kreislehrgartenkonzert des MC Frohsinn

Chöre und Natur blühen auf

Burgsteinfurt

Unter prächtig gedeihenden Fuchsien hat der Männerchor Frohsinn am Sonntag sein mittlerweile 24. Kreislehrgartenkonzert gegeben. Die Burgsteinfurter Chormänner hatte hochkarätige Gäste zu „1000 Blüten – 1000 Noten“ eingeladen, die aus kräftigen Kehlen ebenfalls zum Erfolg der traditionellen Veranstaltung kurz vor Ferienbeginn beigetragen haben.

Von Rainer Nix

Zum 24. Mal hieß es auf Einladung des MC Frohsinn (Bild oben) „1000 Blüten – 1000 Noten“ im Kreislehrgarten. Das Interesse an den Darbietungen war wieder groß. Mit dabei waren Chöre aus Stadtlohn, Essen und „Quodlibet“ (u.l.) aus Borghorst. Foto: Rainer Nix

Wie immer, wenn der Frohsinn ruft und singt, ist ein großes Publikum der Einladung gefolgt, um den Gesang eingebettet in Bäume, Sträucher und Blumen zu lauschen. Das Open-Air- Konzert ist eine feste Größe im Kulturkalender der Stadt geworden. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wollten Gastgeber und Gäste zeigen, dass sie nichts verlernt haben.

„Wir präsentieren wieder volles Programm“, versprach der Frohsinn-Vorsitzende und Moderator Wolfgang Neupert. Ein Novum: Die Frohsinn-Sänger starteten diesmal gemeinsam mit dem Stadtlohner Männerchor in den Nachmittag. Beide Formationen leitet Dirigent Peter Heinrich, ein studierter Musik-Profi, unter anderem ehemaliger Dozent an der Musikhochschule Münster.

100 Jahre Bestehen im „wunderschönen Kreislehrgarten“

„Wenn Engel singen“, frohlockte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer bei ihrer Begrüßung, „gibt es kein schlechtes Wetter.“ Es zeigte sich zwar heiter bis wolkig, doch es ist trocken geblieben.

Die Gastchöre hatten alle ein Lied im Gepäck, das sich direkt oder indirekt mit dem Thema „Krieg“ auseinandersetzte. Frohsinn interpretierte den Bob-Dylan-Klassiker „Blowin‘ in the wind“ unter dem Titel „Die Antwort weiß ganz allein der Wind“ auf Deutsch. Doch auch die Lieder über Wein, Weib und Gesang wie „Aber dich gibt’s nur einmal“ von Roy Black oder die legendären „Capri-Fischer“ fanden ihren Weg auf die Setlist und konnten die Zuhörer begeisterten.

Die Stadtlohner freuten sich, im 100. Jahr ihres Bestehens im „wunderschönen Kreislehrgarten“ zu singen. Mit „Ein Freund, ein guter Freund“, genau genommen ein Marschlied im Sechsachteltakt, brachten sie einen Evergreen auf die Naturbühne, den zumindest die reifere Generation noch kannte. Willy Fritsch, Oskar Karlweis und Heinz Rühmann machten ihn im Film „Die Drei von der Tankstelle“ unsterblich.

Musikalische Zeitreise

Der Steeler Männerchor aus Essen, Dirigent Georg Wehr, hatte bei seinem gemeinsamen Auftritt mit dem MGV Sängerbund Rotthausen das schöne Trinklied „Rüttel nicht, schüttel nicht, es ist ja gold‘ner Wein“ im Repertoire, ebenso wie den „Frohen Sängermarsch“ und „Musik ist wie die Sonne“.

Mit dem Kammerchor „Quodlibet“ aus Borghorst unter der Leitung von Benedikt Brenk wurde es literarisch. Er hatte eine „sehr, sehr schöne musikalische Zeitreise“ von 1600 bis 2022 im Gepäck. Eines der bedeutendsten Gedichte von Heinrich Heine, „Ich weiß nicht, was soll es bedeutenden“ aus dem Buch „Die Lore-Ley“ war darunter.

Nicht nur als „Pausenfüller“ traten die „Hollicher Treckbüdel“ am Gartenteich auf,. Gut frequentiert waren auch das Kuchenzelt und der Grillstand, wo sich die Besucher abseits des Gesangs stärken konnten.

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