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Die Marktschreier sind wieder da

Corona macht heiser – aber nicht leiser

Burgsteinfurt

Nach zwei Jahren Zwangspause ist die Gilde der Marktschreier seit Anfang März wieder auf Deutschlandtour – und hat am Freitag wieder in Burgsteinfurt ihre Zelte aufgeschlagen. Zum 32. Mal ist die Truppe der Spezial- und Sonderverkäufer in der Innenstadt zu Gast. Corona macht heiser aber nicht leiser, hat die Pandemie bei Wurst-Achim & Co. zwar Spuren hinterlassen. Ihren (Galgen-)Humor haben sie allerdings längst nicht verloren.

Von Dirk Drunkenmölle

Heizten zum Auftakt der 32. Marktschreiertage in Burgsteinfurt schon mal die Stimmung an (v.l.): Werbegemeinschaftsvorsitzender Berthold Probst, Milka-Maxx, Wurst-Achim, Aal-Hinnerk, Nudel-Kiri, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und Käse-Maik. Foto: Drunkenmölle

Nach zwei Jahren Zwangspause ist die Gilde der Marktschreier seit Anfang März wieder auf Deutschlandtour – und hat am Freitag wieder in Burgsteinfurt ihre Zelte aufgeschlagen. Zum 32. Mal ist die Truppe der Spezial- und Sonderverkäufer in der Innenstadt zu Gast. Corona macht heiser aber nicht leiser, hat die Pandemie bei Wurst-Achim & Co. zwar Spuren hinterlassen. Ihren (Galgen-)Humor haben sie allerdings längst nicht verloren. „Es kann jetzt nur noch aufwärts gehen“, verbreitete Gilden-Chef Joachim Borgschulze Optimismus, wohlwissend, dass einige Kollegen im Marktschreier-Tross in der veranstaltungslosen Zeit Pleite gegangen sind.

Zunächst einmal hat das Wetter zum Auftakt der Markschreiertage auf dem Wilhelmsplatz mitgespielt. Nach kräftigem Sturm am Donnerstag ist am Freitag die Sonne rausgekommen – und mit ihr die Hoffnung sowohl der gastgebenden Werbegemeinschaft als auch der fahrenden Händler, endlich mal wieder durchzuatmen und an der frischen Luft mit den Steinfurtern ins Geschäft zu kommen.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und Ehemann Uli, Berthold Probst, Chef der örtlichen Kaufmannschaft sowie SMarT-Geschäftsführerin Marion Kessens waren zum Marktscheier-Frühstück mit Gebäck, Chiliwurst und Käsehäppchen gekommen. Dazu gab es Freibier und Freifahrtchips für Kinder, ein paar Runden im Karussell zu drehen. Probst und Bögel-Hoyer unterstrichen die Bedeutung, die die Märkte in beiden Stadtteilen für den Einzelhandel haben. Größter Wunsch aller sei, dass das Leben zurück in die Ortszentren kehrt. Darauf setzen die Werbegemeinschaftsmitglieder nicht nur am Samstag, sondern auch am Sonntag. Der ist erstmals seit zwei Jahren wieder verkaufsoffen und bietet eine gute Gelegenheit für alle Läden, sich mit ihren Angeboten und Dienstleistungen in und über die Stadt hinaus in Erinnerung zu bringen.

Samstag sind die Marktschreierstände und Geschäfte von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Aufgrund des Infektionsgeschehens wird in diesem Jahr noch einmal auf den beliebten Wettbewerb der Top-Verkäufer um die Krone des besten Marktschreiers in Steinfurt verzichtet. Weniger laut und schlagkräftig soll es dabei aber nicht zu gehen. Wie schon behauptet, Corona macht zwar heiser aber nicht leiser.

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