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Adventskonzert des Collegium musicum

Durchdachte Mischung

Steinfurt

Da hatte sich das Collegium musicum Steinfurt eine angenehme Vorweihnachtsüberraschung für den trüb-regnerischen 3. Advent ausgedacht. Am Sonntagnachmittag gab es in der gemäß den Coronabestimmungen besetzten Kirche von St. Nikomedes in Borghorst eine gut durchdachte Mischung aus Orgelklang, Texten und angenehmer Streicher-Musik.

Von Martin Fahlbuschund

Mit einer gut durchdachten Mischung aus Orgelklang, Texten und Streicher-Musik Foto: Martin Fahlbusch

Da hatte sich das Collegium musicum Steinfurt eine angenehme Vorweihnachtsüberraschung für den trüb-regnerischen 3. Advent ausgedacht. Am Sonntagnachmittag gab es in der gemäß den Coronabestimmungen besetzten Kirche von St. Nikomedes in Borghorst eine gut durchdachte Mischung aus Orgelklang, Texten und angenehmer Streicher-Musik.

Entsprechend begann Sergey Myasoedov an der Orgel (später auch am Cembalo mit den Streichern) mit einem klar gesetzten „Macht hoch die Tür“ gefolgt von einer kurzen Weihnachtbetrachtung von Josef von Eichendorff - gelesen von Annette Richter-Westermann. Anschließend ließ Erich Overhageböck seine Querflöte geradezu angenehm singen und gestaltete den „Dance des Champs Elysées“ aus „Orfée et Eurydice“ von Christoph Willibald Gluck zusammen mit dem aufmerksamen Streicherensemble unter der versierten Leitung von Bettina Bartels sehr eindrücklich.

Annette Richter-Westermann war nicht nur eine prima Rezitatorin, sondern präsentierte auch ihre hörenswerte Sopranstimme in drei kleinen Arien aus dem „Magnificat“ von Antonio Vivaldi. Gut gestützt durch das „Collegium“ zeichnete sie vor allen Dingen die Koleraturpassagen stimmlich sehr fein aus. Mit bestens geführten Violinstimmen sorgten Kirsten Mokdad und Yulia Rivina in einem für zwei Soloviolinen, Streichern und Basso continuo gesetzten Konzert – eine Einrichtung eines Werkes für Oboe, Violine und Streicher (BWV 1060) - für den für so ein anmutiges Konzert notwendigen Johann Sebastian Bach.

Gertrud Storms Weihnachtserinnerungen und „Tochter Zion“ - wieder plastisch vorgestellt von Sergey Myasoedov - beschlossen eine stimmungsvolle Sonntagnachmittagsstunde im Advent.

Und dann war da noch das kleine Mädchen, das aufgeregt immer wieder nachschaute, ob der Geige spielende Opa vor dem Altar mit seinen engagierten Mitstreitern unter dem motivierenden Dirigat von Bettina Bartels auch alles richtig machte. Und weil das für sie wohl folgerichtig war, nahm sie den Schlussapplaus der dankbaren Zuhörer gleich bei den Musikern stehend mit.

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