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Einvernehmliche Lösung zeichnet sich ab

„Never-Ending-Story“ rund um das Basketballfeld Münsterstiege steuert auf ein Ende zu

Steinfurt

Für die lange Zeit als „Never-Ending-Story“ kritisierte Diskussion rund um das Basketballfeld an der Münsterstiege zeichnet sich nach vier Jahren Hin und Her, Vor und Zurück offenbar eine versöhnliche Lösung für alle Beteiligten ab. Nach erneut fast einstündiger Beratung inklusive Expertenanhörung und Unterbrechungen für Bürger-Stellungnahmen hat sich am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit eine politische Meinungsmehrheit gebildet.

Für die lange Zeit als „Never-Ending-Story“ kritisierte Diskussion rund um das Basketballfeld an der Münsterstiege zeichnet sich nach vier Jahren Hin und Her, Vor und Zurück offenbar eine versöhnliche Lösung für alle Beteiligten ab.

Nach erneut fast einstündiger Beratung inklusive Expertenanhörung und Unterbrechungen für Bürger-Stellungnahmen hat sich am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit eine politische Meinungsmehrheit gebildet. Konsens war, dass das Areal an seinem Standort belassen, der asphaltierte Untergrund aufbereitet und mit einem lärmschluckenden Gummibelag überzogen werden soll. Weitere Extras, den Geräuschpegel zu senken, soll es nicht geben. Die Verwaltung soll dem Ausschuss eine entsprechende Beschlussvorlage vorlegen. Er wird am 27. Oktober (Donnerstag) in einer zusätzlichen Sitzung wieder tagen. Danach soll der Bauauftrag vergeben werden. Auch einen weiteren Ortstermin wird es nicht geben.

Technischer Beigeordneter Hans Schröder: „Wir wollen das Ganze endlich vom Tisch haben.“ Tiefbauamtsleiter Niels Herrmann empfahl allen, die sich ein vergleichbares Spielfeld einmal aus der Nähe ansehen möchten, den Bewegungspark am VR-Bank-Stadion in Burgsteinfurt zu besuchen. Dort ist ein vergleichbares Spielfeld mit Gummibelag geschaffen worden. Die Frage, warum man das nicht schon einmal gemeinsam mit allen Betroffenen gemacht hat, blieb unbeantwortet. Herbert Vennegeerts, dessen Ingenieurbüro in Herdecke gerade die Modernisierung der Kampfbahn im Borghorster Sportpark betreut, hatte den Politikern zuvor unterschiedliche technische Ausbauvarianten vorgestellt. Die Kosten bewegten sich zwischen 66.000 Euro für eine Standard- und 156.000 Euro für eine Luxusvariante (inklusiver aufwendiger Lärmschutzwand). 100.000 Euro waren für das Projekt bereits im städtischen Haushalt des vergangenen Jahres eingestellt worden.

Als Christoph Echelmeyer noch einmal die Möglichkeit gegeben wurde, die Situation der Anwohner darzulegen, bekam die Diskussion eine andere Richtung. Es wurde fortan mehr über die soziale Funktion des Platzes als seine technische Ausstattung gesprochen.

Echelmeyer schilderte noch einmal, wie störend, belastend, sogar krankmachend ständiges Balldribbeln sein kann. Zugleich würde die Ruhe aber auch durch junge Leute gestört, die sich auf der Anlage nicht nur zum Spielen sondern auch noch weit nach Einbruch der Dunkelheit treffen. Ordnungsamt und Polizei seien informiert, würden sich nach Meinung von Echelmeyer aber nicht ausreichend kümmern. Auch diese Situation sei für viele Familien unerträglich.

Ausschussvorsitzender Frank Müller (SPD) zeigte Verständnis. Er versuchte aber gleichzeitig, den Blick wieder auf die Dinge zu lenken, die in die Zuständigkeit des Bauausschuss fallen.

An den Ersten Beigeordneter Michael Schell und Stadtjugendpflegerin Ute Kriens ging der Appell, sich den geschilderten Problemen noch einmal im Sozialausschuss zu widmen. Angeregt wurde unter anderem auch, die Lage dadurch zu entzerren, indem weitere vergleichbare Angebote im Stadtgebiet geschaffen werden, um sich zu treffen und Sport zu betreiben. Echelmeyer seinerseits befürwortete die Lösung, das vorhandene Basketballfeld offen und dort zu belassen, wo es ist. Den Vorschlag, es weiter nach Nordwesten zu verlagern, lehnte er ab. Es würde dann ja noch näher an die Wohnbebauung rücken.

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