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Erntedankmarkt war die erste Großveranstaltung seit Corona – und kam blendend an

„Endlich mal wieder raus“

Burgsteinfurt

Alle sind sich einig: Der Erntedankmarkt war trotz Hygienekonzept eine runde Sache. Wenn auch die Weihnachtsmärkte so gut laufen...

Von Axel Roll

Ein Pilschen im Freien: Die Beschicker und ihre Gäste haben Erntedankmarkt sichtlich genossen. Foto: Rainer Nix

Der Erntedankmarkt ist unbestritten eine Traditionsveranstaltung in Burgsteinfurt. Eine Premiere war es am Sonntag trotzdem. Das bunte Treiben in der Altstadt war das erste Volksfest seit Corona. Und es wird nicht das letzte gewesen sein, sind sich die Organisatoren einig.

Natürlich ist im Augenblick schwer vorauszusagen, vor welche Herausforderungen das Virus die Steinfurter im Dezember stellt. Die Vorbereitungen für Weihnachts- und Nikolausmarkt sind auf jeden Fall angelaufen. Und die Erfahrungen, die Werbegemeinschaft, SMarT sowie der Fachdienst Sicherheit und Ordnung am Wochenende gesammelt haben, können dann nahtlos mit einfließen.

SMarT-Geschäftsführerin Marion Kessens, Werbegemeinschaftsvorsitzender Berthold Probst und Susanne Laumann, zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus, sind sich einig: Der Erntedankmarkt war von Anfang bis Ende eine runde Sache. „Obwohl wir erst nach den Sommerferien mit der Organisation starten konnten“, erläuterte Marion Kessens. Trotzdem seien 70 Aussteller zusammengekommen, einige davon erst auf den letzten Drücker. Dabei habe sie Wert auf Qualität gelegt. Bei einem Rundgang am Sonntagabend seien die Beschicker allesamt sehr zufrieden gewesen. „Sowohl mit dem Niveau der Veranstaltung als auch mit dem Umsatz in der Kasse.“

Das kann Berthold Probst für Gastronomie und Einzelhandel in der Burgsteinfurter Innenstadt nur bestätigen. „Gerade wir Gastronomen haben natürlich besonders profitiert“, so der Werbegemeinschaftsvorsitzende. Denn: „Den Menschen war anzumerken, dass sie endlich mal wieder vor die Tür wollten.“      Und dass dann auch noch das Wetter mitgespielt hatte, die Herbstsonne hätte nicht besser scheinen können, rundete den Erfolg des Erntedankmarktes nur ab.

Corona ließ auch am Sonntag grüßen. Vorab mussten SMarT und Werbegemeinschaft mit der Hilfestellung des Ordnungsamtes ein Hygienekonzept erarbeiten. Kern waren die bekannten 3G. „Die sind bei über 2500 Personen Pflicht“, erklärte Susanne Laumann als Fachdienstleiterin. Allerdings blieben die Marktbesucher von Eingangskontrollen und Absperrgittern verschont. Marion Kessens: „Wir hatten einen Sicherheitsdienst organisiert. Die Mitarbeiter haben Stichproben durchgeführt.“ Wofür die überwiegende Mehrzahl der Gäste übrigens vollstes Verständnis hatte. Maskenpflicht gab es keine, nur eine Empfehlung. Unterm Strich, so Susanne Laumann, hätten weder Sicherheitsdienst noch ihre Kollegen, die natürlich auch vor Ort waren, gröbere Verstöße festgestellt. Dass es mit der Organisation ein bisschen hopplahopp ging, hatte in der vergangenen Woche auch der Stadtrat zu spüren bekommen. Der musste noch kurz vor Toreschluss den verkaufsoffenen Sonntag genehmigen. Da er gerade dabei war, hat er die Öffnung der Geschäfte für die beiden Weihnachtsmärkte Mitte Dezember gleich mitgenehmigt.

Alfons Probst betont noch einmal die Wichtigkeit solcher Sonder-Verkaufsaktionen: „Es wurde mal wieder Zeit. Das war der erste verkaufsoffene Sonntag seit zwei Jahren.“ Gerade den Gästen von außerhalb müsse vor Augen geführt werden, was die Steinfurter Kaufleute bieten. Und auch wenn viele Marktbesucher beim Bummeln jetzt erst nur geschaut hätten: „Weihnachten ist nicht mehr weit. Und dann werden sie sich an unsere Angebote erinnern.“

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