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Gestiegene Baukosten, erhöhter Raumbedarf

Feuerwache wird erheblich teurer

Burgsteinfurt

Böse Überraschung: Die Burgsteinfurter Feuerwache wird erheblich teurer. Das liegt nicht nur an den gestiegenen Baukosten.

Von Axel Rollund

Stadtbrandinspektor Dirk Telgmann hat es schon vor Jahren gezeigt: Die Ausfahrten für die Feuerwehrfahrzeuge in der Burgsteinfurter Wache sind deutlich zu schmal. Foto: Axel Roll

Das waren keine guten Nachrichten, die Hochbau-Fachdienstleiter Detlef Bogs vor den Mitgliedern des Bauausschusses verkünden musste: Die allgemein explodierenden Baukosten und ein um rund ein Drittel vergrößertes Raumprogramm machen die geplante Feuerwache in Burgsteinfurt wohl erheblich teurer als vor drei Jahren mal kalkuliert. Mit welcher Endsumme die Politik rechnen muss, konnte Bogs am Mittwochabend noch nicht genau sagen. Nur so viel: „Es wird eine deutliche Kostensteigerung geben.“

Vor drei Jahren standen rund sechs Millionen Euro für den Neubau auf dem Papier. Allein die laut Statistik um 16,5 Prozent verteuerten allgemeinen Baukosten machen daraus aktuell 7,1 Millionen Euro. Den dicksten Brocken wird aber das um rund ein Drittel vergrößerte Raumprogramm ausmachen, wie der Fachdienstleiter betonte.

So standen in den ersten Planungen rund 2400 Quadratmeter für Freiwillige und hauptamtliche Wehr. Jetzt sind es unterm Strich mehr als 3500 Quadratmeter. Ob die Vergrößerung des Bauvolumens sich in gleichem Maße auf die Kosten niederschlägt, vermag Bogs noch nicht abzuschätzen. Aber: Teurer wird‘s auf jeden Fall.

Warum sich der Baukörper so mächtig aufgebläht hat, erklärt die Verwaltung mit den neuen Anforderungen, die durch die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans zustande gekommen seien. Detlef Bogs: „Bei den ursprünglichen Planungen hatten wir die Raumverhältnisse der Borghorster Wache zugrunde gelegt.“ Ein Beispiel für die gestiegenen Raumanforderungen: Ursprünglich sollten Fahrzeughallen für 13 Feuerwehrautos entstehen. Inzwischen sind es 20. Aber auch bei Schulungs- und Sozialräumen, Ausbildung, Verwaltung und Technik musste überall nachgelegt werden. Detlef Bogs: „Die Bedarfe wurden alle mit der örtlichen Feuerwehrleitung abgestimmt.“

Die Nachfrage aus dem Bauausschuss, ob der neue Brandschutzbedarfsplan, in dem genau festgelegt ist, was die Stadt für den Brandschutz vorhalten muss, denn schon vorliege, musste der Technische Beigeordnete Hans Schröder verneinen. Ob der Plan in der kommenden Sitzung vorliege, konnte er auch noch nicht sagen.

Seit 2018 ist klar, dass auch in Burgsteinfurt für die Feuerwehr ein Neubau her muss. Genau wie in Borghorst. Zuvor war ein Umbau der jetzigen Wache in Erwägung gezogen worden. „Die Anforderungen an eine moderne Wache ließen sich in der alten Bausubstanz aber nicht mehr abbilden“, erläuterte Detlef Bogs. Beispiel Fahrzeugtore: In Burgsteinfurt in der jetzt noch genutzten Halle haben sie eine Höhe von 3,35 Metern, im Neubau der Borghorster Wache sind sie 4,50 m hoch.

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