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Noch keine Engpässe bei der Unterbringung

Flüchtlingszahl wächst auf 177

Steinfurt

Die ukrainischen Flüchtlingen in der Stadt stellen die Verwaltung derzeit noch nicht vor unlösbare Aufgaben. Die Zahl ist auf 177 gewachsen.

-ar-

Nastia, Artem und Alja machen es wie viele ihrer ukrainischen Altersgenossen: Sie nehmen online am Unterricht in ihrer Heimat teil. Foto: Axel Roll

Erst am Donnerstag sind noch 28 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine über Umwege nach Steinfurt gekommen. Damit ist die Kreisstadt inzwischen für 177 Menschen aus den umkämpften Gebieten im Osten Europas zur Heimat auf Zeit geworden. Wie Erster Beigeordneter Michael Schell auf Anfrage betonte, stellt diese Anzahl von Flüchtlingen die Stadt noch vor keine größeren Herausforderungen.

„Allerdings haben wir die privaten Unterkünfte mittlerweile so ziemlich alle in Anspruch genommen“, sagte der Dezernent. Was im Augenblick noch kein Beinbruch sei: „Wir haben noch genügend städtische Unterkünfte, auf die wir zurückgreifen können.“

Eine Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge verspricht sich Schell von der Gewährung von Hartz IV ab Juni. Damit sind sie zum Beispiel automatisch krankenversichert. Im Augenblick müssen sie beim Sozialamt Behandlungsscheine beantragen, um sich von einem Arzt behandeln lassen zu können.

Generell können die Flüchtlinge mit dem neuen Status direkt zu vielen öffentlichen Stellen gehen, wie zum Beispiel den Jobcentern, um deren Leistungen zu beanspruchen. Der Umweg über die Sozialämter entfällt damit. Was auch mit einer Entlastung der dortigen Mitarbeiter einhergeht. „Generell haben wir im Rathaus durch die neue Lage gut zu tun“, betont der Beigeordnete.

„Spannend“, so Michael Schell, werde es noch bei der Schulpflicht für die jungen Ukrainerinnen und Ukrainer. Eigentlich müssten sie eine örtliche Schule besuchen. „Ich weiß aber, dass viele auch von Steinfurt aus immer noch am Online-Unterricht in ihrer Heimat teilnehmen“, beschreibt der Beigeordnete die Problemlage. Für eine Lösung sei aber nicht die Stadt verantwortlich. Das werde auf höherer Ebene entschieden.

Was die Integration der Flüchtlinge anbelange, da laufe derzeit schon viel im Kleinen. So weiß Schell von vielen Aktivitäten der örtlichen Sportvereine. Das sei gewissermaßen ein Selbstläufer. In der kommenden Woche finde im Rathaus ein Vorbereitungstreffen statt, um die verschiedenen Angebote für die Menschen aus der Ukraine auch auf die Straße zu bekommen.

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