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Neues Lokal in Borghorst

Fortsetzung für 140 Jahre alte Tradition: „Zum Schuster“

Borghorst

Vor einiger Zeit wurden Bücherfreunde in dem Eck-Geschäft in der Borghorster Innenstadt fündig, noch davor war in dem Laden ein Schuhhaus beheimatet: die Schusterei Schwering. Künftig ist in dem Lokal Gastronomie zu finden, deren Name an die Tradition anknüpft.

Von Axel Roll

Daumen hoch für das „Café Zum Schuster“: Im Herbst möchte Lars Fischer eröffnen. Foto: Axel Roll

Das künftige Aushängeschild für die neue gastronomische Anlaufstelle in der Borghorster Innenstadt harrt in schützende Decken gehüllt auf seinen Einsatz. Nur für das Foto rollt Lars Fischer den mächtigen Metallausleger, frisch lackiert, aus seinem wollenen Mantel. Alt-Borghorster werden das Schild sofort wiedererkennen. Jahrzehntelang hing es an der Emsdettener Straße, um für das Café Scharlau Werbung zu machen. Ab Herbst übernimmt es den Job für „Zum Schuster“.

Lars Fischer hat den Namen für seine Lokalität mit Bedacht gewählt. In dem Eck-Geschäft war die letzten Jahren das Bücher-Eck beheimatet. „Aber sehr viel älter ist die Tradition als Schuhhaus an dieser Stelle“, weiß der neue Besitzer der Immobilie. 140 Jahre lang war es die Schusterei Schwering. Das Haus selbst stammt aus dem 17. Jahrhundert.

„Café zum Schuster“ wird das neue Lokal in Borghorsts Innenstadt heißen. Foto: Axel Roll

Konzept bleibt noch geheim

Dementsprechend groß waren die Überraschungen, die Lars Fischer bei der Renovierung bislang erlebt hat. Er hofft natürlich, dass bis zum Herbst keine weiteren hinzukommen. Viel Arbeit hat zusätzlich der Umbau zur behindertengerechten und damit ebenerdigen Gaststätte gemacht: „30 Tonnen Schutt haben wir herausgestemmt, um alles auf eine Ebene zu bekommen.“

Beim Konzept will sich Lars Fischer noch nicht in alle Karten schauen lassen. Fest steht, dass es keine traditionelle Eckkneipe mit Thekenbetrieb werden wird. Ein frisch gezapftes Bier einer westfälischen Brauerei, einen guten Wein von der Ahr und leckere kalte Kleinigkeiten aus der münsterländischen Küche, damit möchte Lars Fischer erst einmal starten. Ach ja, und nachmittags soll es im „Schuster“ Kaffee und Kuchen geben. Öffnungszeiten werden sich am Bedarf der Gäste orientieren. Sollten die Tische und Stühle im Stammhaus an der Ecke nicht reichen, kann Lars Fischer ausweichen auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort wird die ehemalige Bäckerei Froning zum zweiten Gastraum, der auch einmal geschlossene Gesellschaften aufnehmen kann, umgestaltet.

Für passendes Inventar ist Lars Fischer weit gefahren. „In Bremen habe ich eine alte Kneipen-Einrichtung gekauft.“ Passend zum Aushängeschild.

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