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Halloweenhaus am Franziskanerinnenweg wieder dicht umlagert

Ganz großer Grusel-Gipfel

Altenberge

Nach zwei Jahren Corona-Pause lud das Halloweenhaus am Franziskanerinnenweg wieder die Freunde des sanften Gruselns ein. Und wie gewohnt folgten wieder viele große und kleine Geister der Einladung von Familie Kock. Trotzdem war es nicht so wie sonst.

Für die mutigen Monster gibt es zur Belohnung ein Plätzchen von der Haushexe Maren persönlich. Das Heim ihrer Familie ist am Abend wieder dicht von Halloween-Fans umlagert. Foto: Axel Roll

Das kleine Harry-Potter-Double hat offensichtlich das erste Mal Ausgang beim Horror-Hochfest am Franziskanerinnenweg. „Oh, Papa, guck mal: Karussellfahren“, kräht der Knirps unter seinem spitzen Zauberhut und fuchtelt mit dem Zauberstab wild in Richtung Nebelwand und buntem Flackerlicht. Was der Zwerg-Hogwarts-Schüler noch nicht wissen kann: Dort unten, am Ende der Straße, wartet nicht der Musik-Express, sondern die Schauder-Show von Familie Kock. Die allerdings, das wissen die großen Halloween-Getreuen, wieder gar nicht so gruselig ist. Und für die Nachwuchs-Sensenmänner und -frauen, Pampers-Kürbisköpfe, Schrumpf-Zauberinnen und Mini-Ninja-Kämpfer, die sich bis ganz vorne zur knarrenden Eingangspforte ins Halloween-Paradies trauen, gibt es sogar eine süße Knabberbelohnung von der Haus-Hexe Maren persönlich.

„500 Plätzchen habe ich dafür gebacken“, erzählt die Gastgeberin dieses ganz speziellen Grusel-Gipfels. Sie ist jetzt in ihrem Element. Der Stress ist vergessen. Seit morgens um neun wuseln die Kocks, Papa Mario, das ist traditionell der Verantwortliche für die Friedhofs-Technik, Mama Maren, die die Deko orchestriert, sowie die Profi-Untoten Kevin und Darleen, das Sträßchen rauf und runter. Berge von Kürbissen mussten drapiert werden, Skelette am Umfallen gehindert, Kilometer von Spinnenweben abgewickelt, ach ja, und ein Teddybär im Baum erhängt werden.

Zwischenzeitlich war die Mutter mächtig angenervt. Zur Einstimmung in den Halloween-Abend spielte Papa Mario, den viele als DJ Locke kennen, das Rülpsen, Schreien und Lachen der Geister in Dauerschleife. „Dabei wirst du depressiv“, musste die Kekse-Hexe feststellen. Und dann noch diese Nummer mit dem Schminken. Maren Kock-Hoffmann hatte sich das linke Auge mit Theaterschminke zugekleistert. Was das Feintuning für den Rest des Gesichts immens erschwerte. „Das räumliche Sehen leidet total darunter“, musste sie feststellen.

Was die ganze Familie total freut: Nach den zwei Jahren Corona-Pause haben die Altenberger das schnuckelige Horrorhaus am Ende der Straße nicht vergessen. Bis um kurz vor neun reißt der Geister-Strom Richtung Franziskanerinnenweg nicht ab. Naturgemäß können Kevin als der Tod und Darleen als vom Schrecken erstarrte Schülerin ihre Freude natürlich nicht so zeigen. . .

Trotzdem ist der Halloween-Horror in diesem Jahr ein anderer. Nach dem Motto „Die Energiekrise macht auch vor Zombies keinen Halt“ ließ Mario Kock das stromfressende Equipment in der Garage. „Alles in allem komme ich hier nur auf 2000 Watt“, rechnet der Techniker vor. In den Vorjahren hatte er drei Nebelmaschinen an die Arbeit bekommen, am Montagabend nur eine. Und die Beleuchtung hatte er konsequent auf LED umgebaut.

So haben die vielen Besucher wieder ihren sanften Grusel und großen Spaß. Und auch der Harry-Potter-Zwockel ist keine Spur enttäuscht, als er nach seinem mutigen Trippelschritten durch die Nebelwand nicht vor dem Kinderkarussell, sondern vor einem Riesen-Tablett Plätzchen steht.

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