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Letzter Arbeitstag von Doris Watermann

Grüße von der Oma

Borghorst

Freitag war der unwiederbringlich letzte Arbeitstag von Doris Watermann. Der Abschied fiel der jahrzehntelangen Mitarbeiterin des OT-Heims nicht so schwer. Und dafür gab es viele gute Gründe.

Von Axel Roll

Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld gehörte zu den ersten Gratulanten, die Doris Watermann für den neuen Lebensabschnitt die besten Wünsche überbrachten. Rechts Melanie Haverkamp von der Zentralrendantur. Foto: ar

Selbst in der Apotheke wurde Doris Watermann schon angesprochen: „Ich habe Sie in der Zeitung gesehen. Sie gehen bald in den Ruhestand? Alles Gute dafür.“ Aus dem „bald“ wurde am Freitag ein „jetzt“. Der unwiederbringlich letzte Arbeitstag. Nach 43 Jahren als Erzieherin im Borghorster OT-Heim. Logisch, dass Doris Watermann an ihrer jahrzehntelangen Wirkungsstätte die besten Wünsche vieler Weggefährten entgegennahm. Nicht nur deswegen fiel der Borghorsterin der Abschied nicht so schwer.

Ohrwürmer

„Irgendwann ist es mal gut gewesen“, sagte sie mit Blick auf ein erfülltes Berufsleben und einen vollen Terminkalender – auch im Ruhestand. So ist jetzt schon klar, dass sie ehrenamtlich die Koordination der Übermittag-Betreuer im Gymnasium fortführen wird. Ob sie auch weiterhin den Kinderchor „Ohrwürmer“ mit leiten wird, ist noch in der Abstimmung.

Danke Doris

Ein bisschen traurig war Doris Watermann, dass einige Abschiedsgäste absagen mussten. Zum einen wegen Corona, zum anderen wegen ihres Urlaubs. Zu den ersten Gratulanten zählte ihr Arbeitgeber, der leitende Pfarrer von St. Nikomedes, Dr. Jochen Reidegeld, der seiner treuen Seele die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt übermittelte. Die direkten Mitarbeiter von Doris Watermann hatten ihren Dank an die Wand gehängt. In Form von goldenen Buchstaben: „Danke, Doris.“

Dass mit der Erzieherin, die sich insbesondere um die kleineren Kinder und die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen verdient gemacht hat, keine Unbekannte geht, machten schon die vielen Einträge in den sozialen Medien deutlich.

Und wie lang 43 Jahre tatsächlich sind, machte neulich ein Gespräch mit einem der jungen Teilnehmer bei der Stadtranderholung deutlich: „Ich soll Dir schöne Grüße von meiner Oma bestellen. Die war auch schon mal bei Dir in der Ferienfreizeit.“

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