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Carolin Upmeyer ist zweite Vorsitzende der Freien Wähler

Hoffen auf den Gesundheitscampus

Steinfurt

Die Freien Wählergemeinschaft Steinfurt hat eine neue zweite Vorsitzende: Die Mitglieder wählten Carolin Upmeyer jetzt in dieses Amt. Ansonsten prägten aktuelle Entwicklungen die Themen der Versammlung – vom Haushalt über den Gesundheitscampus bis zum Hotelneubau.

-nix-

Der FWS-Vorstand nach den Wahlen (v.l.): Schriftführer Kurt Lewandowski, die zweite Vorsitzende Carolin Upmeyer, der erste Vorsitzende Dr. Reinhold Dankel sowie Kassierer Thorsten Feistmann. Foto: Rainer Nix

Die Haushaltsberatungen der Stadt konnten bei der Mitgliederversammlung der Freien Wählergemeinschaft Steinfurt am Donnerstag im Vereinsheim des SV Wilmsberg nicht wie sonst ausführlich kommentiert werden. „Wir haben noch keinen beschlossenen Haushalt“, stellte der Vorsitzende Dr. Reinhold Dankel fest. Allerdings deutete er an, dass nach derzeitigem Stand für 2023 und die Folgejahre weitere Defizite geplant seien, sodass wieder die Haushaltssicherung drohe.

Der Gastredner und Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung, Michael Schell, der die Entwicklung Borghorsts in den Fokus nahm, streifte auch das Thema Haushalt. Möglicherweise müssten in den nächsten Jahren freiwillige Leistungen der Stadt auf den Prüfstand gestellt werden. „Wenn ich einen Slogan für Steinfurt formulieren sollte, würde er in etwa ,Historisch gesund‘ lauten“, sagte der Erste Beigeordnete.

Einzelhandel hofft auf „Gesundheitscampus“

Damit schlug er den Bogen zum Thema „Gesundheitscampus“ in Borghorst. Die Aussicht auf dieses Projekt am ehemaligen Weberquartier habe viel in Bewegung gebracht. „Die Einzelhändler warten darauf, dass endlich die Bagger anrollen.“ Der Einzelhandel erhoffe sich mit Recht positive Auswirkungen auf die Innenstadt. „Ich erlebe, dass Investoren auf Borghorst aufmerksam werden und dass Immobilien auch in der Innenstadt den Besitzer wechseln“, so Schell. So erlebe der Stadtteil eine wichtige Zeit, stehe quasi am Scheidewege. „Wenn das mit dem Gesundheitscampus klappt, bin ich überzeugt, dass wir uns super entwickeln“, betonte er. Falls die Umsetzung nicht funktioniere, sei die Zukunft hingegen ungewiss. „Hinter den Kulissen tut sich ganz viel“, hob Schell hervor. Es soll dort eine Kita entstehen, deren Baugenehmigung so gut wie fertig sei, ebenso eine Einrichtung für Pflege und Wohngebäude. Auch hierfür lägen Baugenehmigungen vor. Doch würden Partner benötigt, von denen die entsprechenden Einrichtungen betrieben werden. Hier gelinge es vielleicht, in Kürze entscheidende Weichen zu stellen.

Städtebaulicher Wettbewerb für Hotelneubau?

Auch das Thema „Hotelneubau in Steinfurt“ brachte Dankel zur Sprache. Das Fürstenhaus hat, wie berichtet, Pläne vorgelegt, GAL und Grüne forderten nun einen „städtebaulichen Wettbewerb“. „Wir haben ein privates Grundstück, einen privaten Partner und einen privaten Investor“, sagte der FWS-Vorsitzende und stellte die Notwendigkeit eines städtebaulichen Wettbewerbs infrage. „Ich bin dafür, dass die Planung jetzt den regulären Weg durch den Planungsausschuss und den Gestaltungsbeirat nimmt.“ Dabei könnten selbstverständlich auch die Anwohner ihre Meinungen einbringen.

Bei den Wahlen zum Vorstand löste Carolin Upmeyer die stellvertretende Vorsitzende Natali Sender ab. Der Vorsitzende dankte dem scheidenden Vorstandsmitglied für sein Engagement.

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