1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. „Hoffnungsrucksäcke“ für Geflüchtete

  8. >

Alexander Becker koordiniert Soforthilfe von Samaritan’s Purse

„Hoffnungsrucksäcke“ für Geflüchtete

Steinfurt

Alexander Becker, Prädikant in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar sowie Mitglied im Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, hat im Auftrag seines Arbeitgebers Samaritan’s Purse eine Soforthilfe für Geflüchtete aus der Ukraine im deutschsprachigen Raum organisiert. Ein Teil des Projekts sind „Hoffnungsrucksäcke“.

Von und

Die ersten 500 Hoffnungsrucksäcke (von insgesamt 2500) sind von Kindern und Jugendlichen der Lukas-Gemeinde Berlin gepackt worden. Alexander Becker (r.), Prädikant in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar, hat die Aktion koordiniert. Foto: Samaritan’s Purse

Alexander Becker, Prädikant in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar sowie Mitglied im Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, hat im Auftrag seines Arbeitgebers Samaritan’s Purse eine Soforthilfe für Geflüchtete aus der Ukraine im deutschsprachigen Raum organisiert. Ein Teil des Projekts sind „Hoffnungsrucksäcke“.

Was genau verbirgt sich hinter der Aktion „Hoffnungsrucksäcke?“

Becker: Mit dem Hoffnungsrucksack möchten wir Kirchengemeinden ein Instrument zur Verfügung stellen, mit dem sie Geflüchtete begrüßen und ihnen ohne Sprachbarrieren zeigen können, dass sie willkommen sind. In den Rucksäcken sind neben nützlichen Dingen wie Thermosflasche, Decke, Handtuch, Hygienebedarf auch ein Kuscheltier für Kinder, Schokolade und ein Neues Testament auf Ukrainisch. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen sollen die Menschen die Sicherheit haben, dass wir, als Christen, zusammenstehen und füreinander da sind.

Die Verteilung läuft seit dem 21. März. Wie viele Rucksäcke wurden bestellt?

Becker: Die Rucksäcke werden in Berlin von Freiwilligen gepackt und dann Gemeinden im gesamten deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt. Wir planen in der ersten Auflage mit 2500 Rucksäcken, die in den nächsten Wochen verteilt werden. Wenn wir über Anfragen und Rückmeldungen einen deutlich höheren Bedarf erkennen, stehen wir bereit für weitere Auflagen.

Die Aktion ist nicht die einzige Aktion im Rahmen der Ukraine-Hilfe ihres Arbeitgebers, dem überkonfessionellen Hilfswerk Samaritan’s Purse. In welchen Bereichen ist die Organisation noch aktiv?

Becker: International ist ein Einsatz der Katastrophenhilfe angelaufen. Dazu gehört, dass Samaritan’s Purse ein (Zelt-)Notfallkrankenhaus in der Ukraine aufgebaut und mit medizinischem Personal ausgestattet hat, das bis zu 100 Patienten täglich behandeln kann. Weitere Gesundheitseinrichtungen, Lebensmittelversorgung von Flüchtenden und Krankenstationen in der Grenzregion gehören ebenfalls zu dem professionellen, internationalen Einsatz. Im Bereich von ehrenamtlichem Engagement kann Samaritan’s Purse auf das Netzwerk von mehr als 3000 Kirchengemeinden in der Ukraine und den angrenzenden Ländern zurückgreifen. Viele dieser Gemeinden stehen Flüchtenden als erste Anlaufstellen entlang der Flüchtlingsrouten zur Verfügung.

Was kann jeder Einzelne tun, um zu helfen?

Becker: Die Menschen, die in diesen Tagen in deutschen Städten ankommen, haben Schreckliches erlebt und sind getrieben von der Angst um ihre Angehörigen und alles, was ihr Leben bisher ausgemacht hat. Ihnen bei uns zu zeigen, dass wir füreinander da sind, vieles möglich machen und Angst miteinander aushalten können, ist für die Menschen unglaublich wichtig. Darüber hinaus bleibt natürlich die Hilfe vor Ort und entlang der Flüchtlingsrouten entscheidend. In dieser Phase sollten das aber tatsächlich professionelle Organisationen weiterführen. Damit die wichtigen Einsätze fortgesetzt werden können, sind wir natürlich ganz praktisch auf Spenden angewiesen.

Startseite
ANZEIGE