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Kinder und Jugendliche beteiligen

Dirttrackbahn soll auf „Lernen fördern“-Gelände am Blickweg gebaut werden

Steinfurt

Die Suche nach einem Standort für eine sogenannte Dirttrackbahn war erfolgreich. Der Verein „Lernen fördern“ stellt dafür eine 4000 Quadratmeter große Fläche am Blickweg zur Verfügung. Der Nutzungsvertrag mit der Stadt ist bereits ausgehandelt. Im nächsten Jahr kann das Projekt umgesetzt werden. Dabei sollen Kinder und Jugendliche beteiligt werden, die Sportanlage nach ihren Wünschen herzurichten.

Diese Beispiel macht anschaulich, wie das Gelände mit einem Parcours für Mountainbike- und BMX-Fahrer einmal aussehen könnte. Martin Großmann setzt sich dafür ein, Kinder und Jugendliche unbedingt in die Planungen mit ihren Wünschen einzubeziehen.Das rot umrandete Areal auf dem „Lernen fördern“-Gelände zeigt den Standort, wo die Dirttrackbahn am Blickweg gebaut werden soll.An der Anlage soll auch mit Radständern und Bänken eine Infrastruktur geschaffen werden. Foto: Stadt Steinfurt

Unzählige Pläne sind gemacht, x-mal überarbeitet und wiederholt verworfen worden. Nach rund zweieinhalb Jahren sind Initiator Martin Großmann und seine Mitstreiter froh, dass sich ihre Ausdauer ausgezahlt hat: Die von der örtlichen Bikerszene lang ersehnte Dirttrackbahn kann, vorausgesetzt die Politik macht die veranschlagten Mittel locker, im nächsten Jahr gebaut werden. Dazu stellt „Lernen fördern“ eine 4000 Quadratmeter große brach liegende Fläche am Blickweg zur Verfügung. Kostenlos. Den entsprechenden Nutzungsvertrag über fünf Jahre Dauer haben der Bildungsträger und die Stadt bereits ausgehandelt. Das Fürstenhaus als Erbpachtgeber hat seine Zustimmung gegeben. Damit könnte im Frühjahr der erste Spatenstich gemacht werden.

Ein gutes Ergebnis, finden sowohl Technischer Beigeordneter Hans Schröder als auch „Lernen fördern“-Einrichtungsleiterin Beate Ringele, die die Sache ausgehandelt haben. Lange war nach einem geeigneten Standort gesucht worden.

Die Idee, die Sportanlage am Blickweg zu bauen, war im Sommer während eines Besuchs der Steinfurter Grünen in der Einrichtung geboren worden. Ratsfrau Karin König habe, so erzählt Beate Ringele, daraufhin mit der Stadt und Martin Großmann Kontakt aufgenommen, der für das Projekt geworben und es von Anfang an begleitet hat.

Wie Schröder in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erklärte, bietet das Gelände aufgrund seiner Topographie und mit seinem sandigen Untergrund gute Voraussetzungen, einen in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilten Parcours anzulegen. Die der Auf- und Abfahrt dienenden Hügel und Rampen werden dabei wie die Höhenunterschiede im gesamten Streckenverlauf lediglich aus den vorhandenen Erdmassen aufgeschüttet.

Schröder machte deutlich, dass er „relativ flott“ in die Planungen einsteigen will. Nicht zu vergessen sei, eine Infrastruktur (Unterstand, Bänke, Fahrradständer) zu schaffen. Ausdrücklich erwünscht ist die Mitwirkung zukünftiger Nutzer. Für die Ausstattung sollen aus Sponsoren gewonnen werden.

Martin Großmann hat im Gespräch mit dieser Zeitung unterdessen sein Angebot erneuert, das Projekt weiter zu begleiten, sowohl was die Planung, Koordination als auch die Kommunikation betrifft. Die Arbeit, die in das Projekt bereits investiert worden sei, zahle sich nun aus: „Ich freue mich, dass dieses bürgerschaftliche Engagement belohnt wird.“

Großmann geht es insbesondere darum, die Anlage nicht vom Reißbrett, sondern insbesondere mit Kindern und Jugendlichen zu planen. Er selber ist bereits eng mit der Bikerszene vernetzt. Darüber hinaus schlägt er vor, Kitas, Schulen, Vereine und Jugendzentren einzubinden, am Konzept der Dirttrackbahn mitzuarbeiten. Nur so lasse sich eine hohe Identifikation der Nutzer mit „ihrer“ Anlage erzielen. Großmann: „Die jungen Leute müssen auf diese Weise abgeholt werden, dieses Projekt zu ihrem Projekt zu machen.“

Dafür will auch Beate Ringele bei „Lernen fördern“ werben. Für die jungen Menschen, die in der Einrichtung gefördert und ausgebildet werden, wäre die Dirttrackbahn ein tolles Angebot, ihre Freizeit dort zu verbringen. Und: Der Verein bildet schließlich am Grünen Weg selber Garten- und Landschaftsbauer aus. Vielleicht lasse sich da auch eine Zusammenarbeit vereinbaren. Darüber hinaus sei möglicherweise auch noch etwas Platz, einen Bolzplatz auf dem Areal zu errichten . . .

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