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Grundstück hinter dem Bonhoeffer-Haus

Kirche mit Bauanfragen bombardiert

Burgsteinfurt

Auf dem Gelände der Evangelischen Kirchengemeine am Bonhoeffer-Haus könnte Großes entstehen. Gemeinsam mit der Stadt sollen Pläne gemacht werden. Es gibt allerdings ein Problem.

Von Axel Roll

14 000 Quadratmeter ist das Grundstück der Evangelischen Kirchengemeinde groß, das hinter dem Bonhoeffer-Haus auf seine Bebauung wartet. Foto: rs

14 000 Quadratmeter Grund und Boden in bester Innenstadtlage – „da lässt sich schon einiges draufstellen“, weiß nicht nur Pfarrer Guido Meyer-Wirsching. Der Vertreter der Burgsteinfurter Evangelischen Kirchengemeinde wird darum gerade mit Anfragen von Investoren für das gemeindeeigene Grundstück hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus geradezu bombardiert. Über‘s Knie brechen möchte das Presbyterium aber nichts, sondern in Ruhe zusammen mit der Stadt überlegen, was an dieser Stelle am sinnvollsten entstehen kann, wie Meyer-Wirsching in der jüngsten Sitzung des zuständigen Ausschusses für Stadtplanung am vergangenen Donnerstag erläuterte.

Die Gemeinde hat bislang nur einige Eckpunkte für etwaige Baupläne, von denen sie nicht abrücken möchte. So wird die Fläche im Eigentum der Kirche bleiben, sie soll in Erbpacht bebaut werden. Außerdem sollen bei der Bebauung soziale, nachhaltige und ökologische Aspekte im Vordergrund stehen. Wohnen, eine Kindertagesstätte, vielleicht eine Schule – all das ist auf dem Areal vorstellbar. Denkbar sei eine zweieinhalb- oder dreieinhalb geschossige Bauweise an dieser Stelle, sagten die Gemeindevertreter im Ausschuss.

Schwierig wird für das Grundstück die verkehrliche Erschließung. Es gibt vier Verbindungsstraßen, unter anderem zur Liedekerker Straße, die aber alle nicht sehr aufnahmefähig für ein größeres Baugebiet dieser Dimension sind.

Grundsätzlich wird das Vorgehen der Gemeinde von Politik und Verwaltung begrüßt. Technischer Beigeordneter Hans Schröder bezeichnete die Idee der gemeinsamen konzeptionellen Entwicklung als „guten Ansatz“. Ausschussvorsitzender Günther Gromotka hatte für die Fläche auch schon eine erste Idee: „Die Bismarckschule ist sehr beengt und benötigt auf Dauer eine Erweiterung.“

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer lobte das Vorgehen der Evangelischen Kirchengemeinde, gemeinsam mit der Stadt zu einem Konzept für die Bebauung zu kommen: „Das ist die richtige Lösung.“

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