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Nur für Steinfurter Kinder und Jugendliche während der Ferien

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Steinfurt

„Packt die Badehose ein!“, ruft der Bäderbetrieb Kinder und Jugendliche aus beiden Ortsteilen auf, in den Sommerferien das Bagno-Mare in Burgsteinfurt oder das Kombibad in Borghorst zu besuchen. Und das, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.

Von Dirk Drunkenmölleund

Für Steinfurter Kinder und Jugendliche gibt es während der Sommerferien kostenloses Schwimm- und Badevergnügen in den Bädern in Borghorst und Burgsteinfurt. Foto: dru

„Packt die Badehose ein!“, ruft der Bäderbetrieb Kinder und Jugendliche aus beiden Ortsteilen auf, in den Sommerferien das Bagno-Mare in Burgsteinfurt oder das Kombibad in Borghorst zu besuchen. Und das, ohne Eintritt bezahlen zu müssen.

Die Gesellschafter der Bäder tragenden StEin-Gesellschaft haben trotz anhaltender Ebbe in der Kasse und eines nicht 100-prozentig kalkulierbaren finanziellen Risikos diese Entscheidung getroffen. Sie wollen Mädchen und Jungen nicht nur gratis Badespaß in ihrer Heimatstadt, sondern nach zwei verlorenen (Pandemie-)Jahren Schwimmunterricht auch die Chance verschaffen, wie sie die Scheu vor dem Sprung ins Nass verlieren, den Kopf über Wasser behalten und sicher ein paar Bahnen im Becken zurücklegen können. Eine Fähigkeit, die in brenzligen Situation mitunter überlebenswichtig sein kann.

Die Freie-Eintritt-Ferien-Initiative geht zurück auf einen Vorstoß, die die Steinfurter Grünen vor mehr als einem Jahr in der Politik unternommen hatten und der nach einigem Zuständigkeiten-Hin-und-Her schließlich in der StEin-Gesellschafterversammlung als zuständigem Entscheidungsträger gelandet war. Den Grünen ging es dabei nicht nur darum, den starken Rückgang von Bewegungs- und Freizeitangeboten während der Pandemie zu kompensieren. Die Partei wollte insbesondere auch für finanzschwache Familien einen Ausgleich schaffen, die pandemiebedingten Einschränkungen und finanziellen Belastungen ein Stück weit abzufedern. So könne, argumentierten die Grünen, „ein größeres Maß an Teilhabe am gesellschaftlichem Leben ermöglicht werden“. Die Idee war parteiübergreifend unterstützt und der Beschluss schließlich ja auch von den StEin-Gesellschaftern gefasst worden – wobei Stadtwerke-Chef und StEin-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer und sein Team ausdrücklich darauf hingewiesen hatten, dass freier Eintritt für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien das Ergebnis der StEin GmbH zusätzlich belasten würde. Sofern ein Defizit entstünde, müsse die Stadt als alleinige Gesellschafterin in die Bresche springen und die Verluste ausgleichen. Eine Kostenschätzung sei mit großen Unsicherheiten behaftet, hatte der Bäder-Betrieb erklärt. Ein Aufwand von 20 000 bis 30 000 Euro wurden jedoch als durchaus realistisch angenommen.

Das Angebot sei es den Gesellschaftern und der Stadt trotz der Bedenken wert, hat Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer am Mittwoch erklärt: „Wir wissen doch alle, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder schwimmen können.“ Also: „Packt schon mal die Badehosen ein!“

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