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Corona-Situation in Steinfurter Schulen

Lage ist noch beherrschbar

Steinfurt

Die Coronazahlen steigen in der Omikron-Welle rasant. Vor allem die jüngere Generation ist betroffen. Wie eine kleine Umfrage unserer Zeitung gestern in ausgewählten Schulen ergeben hat, ist das Infektionsgeschehen in der Kreisstadt im Vergleich zu anderen Standorten allerdings noch überschaubar und lässt sich kontrollieren.

-dru/rs-

Um das Infektionsrisiko gering zu halten, müssen die Kinder regelmäßig Corona-Tests in den Schulen machen. Trotz massiv steigender Infektionszahlen ist die Situation in Steinfurter Schulen noch beherrschbar.

Die Grund- und weiterführenden Steinfurter Schulen beobachten die landauf, landab weiter massiv steigenden Corona-Zahlen mit Sorge. Insbesondere die Entwicklung, dass die Inzidenz bei den Fünf- bis 14-Jährigen mittlerweile zehnmal so hoch wie den den Älteren ist und sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt hat, sorgt für Anspannung. Wie eine kleine Umfrage unserer Zeitung gestern in ausgewählten Schulen ergeben hat, ist das Infektionsgeschehen in der Kreisstadt im Vergleich zu anderen Standorten allerdings noch überschaubar und lässt sich kontrollieren. Alle Schulleitungen betonen, dass sich sowohl Schüler und Lehrer als auch Mitarbeiter bewusst sind, wie wichtig der Schutz vor Ansteckung ist. Test würden konsequent durchgeführt. Darüber hinaus wurde davon berichtet, dass die Impfquoten nicht nur bei den Erwachsenen, sondern auch bei den Kindern und Jugendlich sehr hoch seien.

Auf aktuell „zehn bis zwölf“ Schülerinnen und Schüler beziffert Schulleiter André Wenning die Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten im Gymnasium Borghorst. Das sei zwar im Vergleich zu Situation vor Weihnachten erhöht, aber noch gut handlebar. „Wir testen, wie an weiterführenden Schulen vorgeschrieben, dreimal in der Woche“, berichtet Wenning. Das trage sehr effektiv dazu bei, das Infektionsgeschehen zeitnah aufzudecken und zu reagieren. Infizierte müssen sich umgehend in Isolation begeben. Eine Freitestung sei frühestens nach dem siebten Tag möglich. Bei Quarantäne gelte das schon nach dem fünften Tag.

Wenning ist darüber hinaus froh darüber, dass die Infektionsfälle in der Lehrerschaft gegenüber dem Durchschnitt an Schulen in NRW nicht erhöht ist. Um für eine eventuell sich weiter zuspitzende Entwicklung gewappnet zu sein, werde eine entsprechende Stundenreserve vorgehalten. „Aus Bordmitteln“, wie Wenning betont. Er bleibe trotz der Prognosen, wonach der Höhepunkt der Omikron-Welle erst Mitte Februar erreicht sein wird, für die kommenden Wochen optimistisch.

„Die Welle ist bislang an uns vorübergegangen“, schildert Michael Groll die Lage in der Realschule am Buchenberg. Die Zahl positiv getesteter Schüler könne er an einer Hand abzählen. Die Schule sei gewarnt, der Unterrichtsbetrieb von Corona bislang „toi, toi, toi“ aber nicht beeinträchtigt.

In der Schule am Bagno ist John Wittje, kommissarischer Leiter der Hauptschule, ebenfalls froh, dass Omikron weitgehend geringen Einfluss auf das Schulleben nimmt. Nur ganz vereinzelt seien Schüler betroffen. Wittje: „Mit den Tests fahren wir sehr gut. Wir müssen dreimal auf Holz klopfen, dass das so bleibt.“ Die Schüler würden die Risiken ernstnehmen und die Hygienemaßnahmen befolgen.

Sowohl Claudia Bock in der Burgsteinfurter Bismarckschule als auch Annegret Middel-Peters in der Borghorster Regenbogenschule, sind dankbar, dass Corona weitgehend einen Bogen um die Klassenzimmer gemacht hat. Beide Schulleiterinnen melden zwar, dass es bei sogenannten Pooltests wenige positive Ergebnisse gegeben habe und Kinder vorsichtshalber zu Hause bleiben mussten. Glücklicherweise sei aber kein Kind ernsthaft krank geworden. Wie an den anderen befragten Schulen, seien auch dort „alle Lehrer an Bord“. Der Aufwand, der für den Infektionsschutz betrieben werde, sei hoch, aber gerechtfertigt. Er zahle sich aus, um die Situation im Griff zu behalten.

Sorgen bereitet Bock und Middel-Peters allerdings, dass die Labore viel Zeit benötigen, um die Test auszuwerten. „Die sind offenbar völlig überlastet“, beklagen die Schulleiterinnen, dass die Schulen schon mal zwei, drei Tage warten müssen, bis sie insbesondere die Auswertung der Rückstellungen erhalten. Solange Unsicherheit herrsche, müssen die Kinder zu Hause bleiben. Insbesondere berufstätigen Eltern bereite es Probleme, dann spontan eine Betreuung zu organisieren.

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