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Stadt will für 20 000 Euro drei Masten installieren

Licht an auf der Skater-Anlage

Burgsteinfurt

Bislang war das Skaten nur bei Tageslicht möglich. Mit Hilfe einer Beleuchtungsanlage soll der beliebte Freizeitsport aber auch noch am Abend möglich sein. Die Stadt arbeitet dran.

Von Axel Rollund

Wenn die Sonne untergeht, müssen auch die Skater ihre Boards einpacken. Darum soll eine Beleuchtung auf der Anlage an der Liedekerker Straße installiert werden. Foto: GAL

Es hat sich bis in den Rat herumgesprochen. Skaten ist wieder total in. Natürlich in erster Linie bei den Kindern und Jugendlichen, hin und wieder sieht man aber auch ältere Semester beim Rollbrettfahren auf der Anlage an der Liedekerker Straße. Bislang ist mit dem nicht ganz ungefährlichen Freizeitsport Feierabend, wenn die Sonne hinterm Horizont verschwindet. Darum jetzt der Antrag der GAL-Fraktion, der Beton-Strecke in Burgsteinfurt eine Beleuchtung zu spendieren. Der Bauausschuss winkte die Idee am Donnerstag mit Beifall durch.

Ehe die ersten Skater aber zum Night-Surfen ihre Sportgeräte unter den Arm nehmen – in diesem Winter wird es wohl noch nichts mit Brettern unter Flutlicht. Niels Heermann als zuständiger Fachdienstleiter Tiefbau rechnet mit Frühjahr oder Frühsommer. Mit dem Aufstellen von drei Masten ist es nämlich offensichtlich nicht getan, wie Technischer Beigeordneter Hans Schröder den Ausschussmitgliedern erläuterte.

Unter anderem muss ein Lichtplaner eingeschaltet werden. Nicht nur, um den Fahrern einen schatten- und spiegelungsfreien Ausblick auf die Halfpipe zu gewährleisten. Auch gilt es, einen Zielkonflikt zwischen Mopsfledermaus, Insekten und anderen lichtempfindlichen Tieren in dem Bagno-nahen Gebiet zu verhindern. Darum müssen die Lampen über eine bestimmte Farbtemperatur verfügen, außerdem dürfen die Skater nicht bis in die Puppen mit Beleuchtung fahren. Hans Schröder rechnet damit, dass eine Zeitschaltuhr um 22 Uhr dem Spaß ein Ende setzen wird.

Er geht davon aus, dass an der Liedekerker Straße drei Masten aufgestellt werden müssen. Es seien viele Auflagen zu erfüllen, um die Naturschützer nicht zu verärgern. „Es ist aber machbar“, beruhigte er die in Steinfurt besonders aktive Szene. Die Kosten werden sich auf ungefähr 20 000 Euro belaufen, schätzt der Baudezernent.

Das Geld soll wenigstens zu einem Teil über Sponsoring hereingeholt werden, berichtete die Verwaltung. Die Sammelaktion werde von den Jugendlichen selbst ins Leben gerufen. Sie werde vom stadteigenen Sozialpädagogen Jan Steinmüller koordiniert.

Aber auch die Stromversorgung ist nicht mal so eben gemacht. An der Anlage selbst liegt nach den Worten von Hans Schröder bislang noch keine Leitung, die angezapft werden könne. Wahrscheinlich müssten die Stadtwerke ein Kabel über die Straße hinweg ziehen. Und dann ist da noch die Frage, wie das Licht am Abend angeht. Um zu garantieren, dass es wirklich nur hell wird, wenn Skater fahren, scheidet eine Zeitschaltuhr schon einmal aus. Wahrscheinlich gibt es dafür einen ganz normalen Lichtschalter.

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