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Ausschreibung für die Abfallentsorgung

Müllgebühren gehen runter

Steinfurt

In Steinfurt sollen die Müllgebühren gesenkt werden. Bis zu 37 Euro sind drin.

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Die Gebühren für die Abfuhr von Rest- und Biomüll in Steinfurt bleiben nicht nur stabil, sondern sie sollen sogar sinken. Bis zu 37 Euro sind drin. Das ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Aufwendungen, insbesondere die Unternehmerkosten, im Vergleich zum Vorjahr um 100.000 Euro gesunken sind. Entsprechend müssen weniger Gebühren gezahlt werden. Über den Entwurf einer veränderten Gebührensatzung wird zunächst im Haupt-, Finanz- und Steuerungsausschuss am Dienstag (6. Dezember) beraten. Die abschließende Entscheidung fällt der Rat dann in seiner Sitzung am 15. Dezember (Donnerstag).

Wie aus der Verwaltungsvorlage für beide Sitzungstermine hervorgeht, hat die Stadt die Abfallbeseitigung neu ausgeschrieben und vergeben. Selbst die Fachleute im Rathaus hat überrascht, dass die Ergebnisse und die damit verbundene Anpassungen der Kosten deutlich niedriger als angenommen ausgefallen sind. Fast zwei Millionen Euro netto muss die Stadt nach der neuen Kalkulation voraussichtlich für die Entsorgung ihres Mülls im kommenden Jahr zahlen. Vorschlag ist, folgende Gebührensätze für die unterschiedlichen Abfallarten und -gefäße ab 2023 festzusetzen:

Restabfall: 80-Liter-Tonne (vierwöchentliche Leerung) 65 Euro (-2 Euro); 60- und 80-Liter-Tonne (14-täglich) unverändert 84 beziehungsweise 94 Euro; 120-Liter-Tonne (14-täglich) 115 Euro (-1 Euro); 240-Liter-Tonne (14-täglich) 176 Euro (-4 Euro); 1100-Liter-Container (14-täglich) 730 Euro (-37 Euro);

Bioabfall: 40-Liter-Tonne (14-täglich) 47 Euro (-5 Euro); 80-Liter-Tonne (14-täglich) 57 Euro (-6 Euro); 120-Liter-Tonne (14-täglich) 68 Euro (-8 Euro); 240-Liter-Tonne (14-täglich) 98 Euro (-16 Euro);

Altpapier: Die Entsorgung ist gebührenfrei. Die von der Stadt erzielten Erlöse aus der Papierverwertung sind weiterhin konstant. Zudem wird, wie die Verwaltung darlegt, ein Teil der Unternehmerkosten durch das Duale System getragen.

Was die Abfallmengen sowohl beim Rest- als auch beim Biomüll betrifft, so geht die Stadtverwaltung von einem Aufkommen etwa wie im Vorjahr aus. Lediglich beim Sperrmüll wird mit größeren Mengen gerechnet.

Wie in den Berechnungen weiter angeführt wird, ist der Grundbetrag pro Einwohner, den der Kreis Steinfurt für die Entsorgung fordert, erstmals wieder leicht gesunken, von 2,45 auf 2,36 Euro. Die Gebühr für die Annahme von Bioabfall soll mit 45 Euro pro Tonne gleich bleiben. Für die Annahme von Haus- und Sperrmüll verlangt der Kreis voraussichtlich zehn Prozent mehr, statt 132 dann 145 Euro pro Tonne.

Positiv auf die Gebührenrechnung in Steinfurt wirkt sich außerdem aus, dass sich die durch Nachkalkulationen aufgebauten Defizite verringert haben. Weil 2021 erstmals ein Überschuss erzielt worden ist, ist das Minus in der Abfallkasse von 530.000 Euro im Jahr 2016 auf 85.000 Euro in 2023 (Vorjahr: 180.000 Euro) verringert worden.

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