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WertArbeit Steinfurt

Neue berufliche Perspektiven schaffen

Kreis Steinfurt

Das Projekt „öffentlich geförderte Beschäftigung im Kreis Steinfurt“ läuft bei der WertArbeit Steinfurt im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds seit 2014. Claudia C. hat so eine berufliche Perspektive gefunden.

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Auch die Wäschepflege gehört für Claudia C. zu den Aufgaben an ihrem neuen Arbeitsplatz bei den haushaltsnahen Dienstleistungen der WertArbeit Steinfurt.

„Als Alleinerziehende wieder eine Beschäftigung zu finden, ist schwierig, ohne aktuelle berufliche Kenntnisse ist es fast unmöglich“, stellte Claudia C. immer wieder fest. „Durch den Arbeitsplatz bei der WertArbeit Steinfurt kann ich berufliche Kenntnisse sammeln und unabhängig von Hartz IV leben“, freut sie sich.

Claudia C. ist eine von 24 Beschäftigten auf neuen sozialversicherungspflichtigen Projektarbeitsplätzen, die die WertArbeit Steinfurt im Oktober 2015 in Kooperation mit dem Jobcenter und freien Trägern im Kreisgebiet eingerichtet hat, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Durch die Beteiligung vieler Kooperationspartner könnten verschiedene Ar­beits­felder angeboten werden, heißt es weiter. So seien neue Arbeitsplätze in der Hauswirtschaft, in der Seniorenbetreuung in der Verwaltung, im Fahrdienst, im Hausmeisterdienst und in haushaltsnahen Dienstleistungen entstanden.

Claudia C. ist im Arbeitsfeld der haushaltsnahen Dienstleistungen bei der WertArbeit Steinfurt in Ibbenbüren eingesetzt. „Wir unterstützen Menschen bei der Wohnungsreinigung, in der Wäschepflege, bei Einkäufen und bei Fahrten zum Arzt. Außerdem bieten wir an den Standorten Ibbenbüren und Rheine Unterstützung bei leichten Gartenarbeiten, Umzügen oder Entrümpelungen an“, berichtet Petra Plake, Praxisanleiterin der Beschäftigten der WertArbeit Steinfurt.

Nach der Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel hat Claudia C. überwiegend als Küchenhilfe und Reinigungskraft gearbeitet. Es handelte sich meist um Mini-Jobs und kurzzeitig befristete Stellen. „Als ich bei der WertArbeit Steinfurt angefangen habe, wusste ich nicht, wie es beruflich weitergehen kann. Auch über meine Fähigkeiten war ich mir unsicher. Hinzu kam die fehlende zeitliche Flexibilität als alleinerziehende Mutter“, beschreibt Claudia C. ihre Situation.

Das Projekt der öffentlich geförderten Beschäftigung verbinde die Bausteine Jobcoaching, Qualifizierung und praktische Anleitung miteinander. „Durch die praktische Anleitung habe ich erfahren, welche Fähigkeiten ich habe und wie ich diese verbessern kann. Das Jobcoaching hat mir geholfen, ein konkretes berufliches Ziel zu setzen: Ich besuche den Vorbereitungskurs für die Externenprüfung zur Hauswirtschafterin. Nach erfolgreicher Prüfung möchte ich mir eine feste Stelle suchen.“

„Frau C. hat durch den Projektarbeitsplatz erfahren, dass es möglich ist, sozialversicherungspflichtig zu arbeiten und trotzdem für ihre Tochter da zu sein“, so Bianca Köhler, die bei der WertArbeit Steinfurt für das Jobcoaching verantwortlich ist.

Die Arbeitsplätze im Projekt umfassen eine Laufzeit von zwei Jahren und verfolgten das Ziel, die Beschäftigten an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen, schreibt der Kreis. Gefördert werden die Arbeitsplätze mit einem Zuschuss des Jobcenters.

Das Projekt biete den Beschäftigten zudem die Möglichkeit, an Weiterbildungen und Qualifizierungen teilzunehmen, wie etwa der Erwerb von berufspraktischen Kenntnissen, gesundheitsfördernde Angebote oder der Erwerb des Führerscheins.

Das Projekt „öffentlich geförderte Beschäftigung im Kreis Steinfurt“ läuft bei der WertArbeit im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds seit 2014.

In dieser Zeit sind demnach bislang 39 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für ehemals Langzeitarbeitslose im Kreis Steinfurt eingerichtet worden. Mit einer Vermittlungsquote von 56 Prozent der Beschäftigten in den ersten Arbeitsmarkt zählt das Projekt zu den erfolgreichen Projekten in NRW.

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