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Burgsteinfurter Markt mit besonderer Note

Nikolaus steckt viel Musik in seine Tüte

Burgsteinfurt

Nach drei Tagen Nikolausmarkt haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Die Corona-Zwangspause ist überstanden und die Sehnsucht der Menschen offenbar groß, sich in der Adventszeit wieder in gemütlicher Runde zu treffen. Möglichkeiten dazu inklusive viel musikalischer Unterhaltung hat es in Burgsteinfurt gegeben.

Einzig der Turm des Alten Rathauses war nicht beleuchtet. Ansonsten hat die energiesparende LED-Weihnachtsbeleuchtung schöne Stimmung auf dem rappelvollen Burgsteinfurter Nikolausmarkt verbreitet. Foto: Drunkenmölle

Naja, die eine oder andere kräftige Stimme wäre noch gut gewesen, das offene Singen am Samstag auf dem Burgsteinfurter Niklolausmarkt zu einer großen Gemeinschaftsaktion werden zu lassen. Karin Gutberlet und Walburga Schwermann vom Inner-Wheel-Club Steinfurt-Emsdetten dürfen sich jedenfalls rühmen, den Anstoß dafür gegeben zu haben, gemeinsam und begleitet vom Burgsteinfurter Blasorchester aus vollem Herzen Adventslieder zu schmettern und dabei auch Gutes zu tun. Aller Anfang war gemacht. Und vielleicht, so die Idee, lassen sich Steinfurter Chöre ja noch bewegen, beim nächsten offenen Nikolaussingen ebenfalls mitzuwirken, um der Veranstaltung eine weitere gute Note und noch größeres Volumen zu verleihen.

Ohnehin war ordentlich Musik drin in dieser Nikolaustüte, die die Veranstalter für die drei Tage Programm gepackt hatten. Nach dem Auftakt mit dem „Kindernest“ sowie Musikschülern der Realschule am Freitag haben das Burgsteinfurter Blasorchester am Samstag sowie die „4 Klangfarben“ und der Männerchor „Frohsinn“ am Sonntag passend zum 2. Advent Stücke und Lieder vorgetragen. Drumherum knubbelten sich an den Holzbuden und Ständen die Besucher. Über 40 Beschicker hatten die verantwortlichen Marktmanager Berthold Probst, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, und Marion Kessens, Geschäftsführerin von Steinfurt Marketing und Touristik (SMarT), auf ihren Zetteln. Das waren noch mehr als ursprünglich angekündigt.

Besonders lebt der Nikolausmarkt aber davon, dass sich örtliche Vereine und Organisationen auf ganz unterschiedliche Art beteiligen. Nicht nur bei den IWF-Frauen, sondern auch an anderen Ständen, gab es zu unterschiedlichen Hilfsprojekten Informationen und gingen die Sammelbüchsen rum.

Bemerkenswert war auch, dass etwas abseits des Marktes im Evangelischen Gemeindezentrum eine Cafeteria und ein Handarbeitsbasar der Frauenhilfe sowie der Eine-Welt-Laden, ein Bücherflohmarkt und ein Kreativtreff für Kinder geöffnet hatten. Darüber hinaus hat der Heimatverein zunächst im Stadtmuseum seine Ausstellung „Als wir noch Kinder waren“ und zusammen mit dem Kulturforum und dem Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken die Bibelfliesenausstellung in der Hohen Schule eröffnet. Besuchern wurde auch deutlich, welche Vorstellungen die Initiative „Dritte Orte“ hat, wenn sie in dem Quartier neue Möglichkeiten für Kultur und Begegnungen schaffen will.

Belebung hat natürlich auch der verkaufsoffene Sonntag nicht nur für das Markttreiben, sondern auch für den örtlichen Einzelhandel gebracht. Die Läden waren trotz vergleichbarer Veranstaltungen im Umland gut besucht. Die stärksten Umsätze im Weihnachtsgeschäft werden an den verbleibenden Adventwochenenden erwartet.

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