17,8 Kilometer durch Bagno und Buchenberg für 100 Teilnehmer

Probe-Schnell-Spaziergang

Steinfurt

Mit 100 Mann im strammen Schritt durch Bagno und Buchenberg. Ja, das macht Spaß, sind Bernd Kösters und Matthias-Rosenbaum-Feldbrügge überzeugt. Sie laden als Baumberger ein zu einem 17,8 Kilometer langen Marsch, der Lust auf mehr machen soll. Mehr, das bedeutet Marathon-Distanz...

Von Axel Rollund

SMarT-Geschäftsführerin Marion Kessens zeigt Matthias Rosenbaum-Feldbrügge (l.) und Bernd Kösters, wo es langgeht: Der Probemarsch soll für 100 Teilnehmer durch Bagno und Buchenberg gehen. Foto: Axel Roll

Damit Realität und Vorstellung nicht schon zu Beginn dieser Geschichte in unterschiedliche Richtungen abbiegen, muss zum besseren Verständnis eines geklärt werden: Was ist im vorliegenden Fall unter Marsch zu verstehen? Wikipedia sagt: „Ein Marsch ist die organisierte, gerichtete, gleichzeitige, absichtsvolle Bewegung einer militärischen oder zivilen Gruppe zu Fuß. Der Marsch dient einerseits als logistisches Instrument, andererseits als Zeremoniell der Bekundung machtpolitischer, repräsentativer oder demonstrativer Interessen.“

Hmm. Das hilft als Erklärung für das, was Bernd Kösters, Matthias Rosenbaum-Feldbrügge und ihr Team am 4. Juli in Steinfurt vorhaben, nur zum Teil weiter. Bernd Kösters beschreibt es als „schnelles Gehen“, zu dem er bis zu 100 Teilnehmer animieren möchte. „Das sind so fünf Kilometer pro Stunde“, präzisiert Kollege Matthias Rosenbaum-Feldbrügge. Die Runde, die das Team durch Bagno und Buchenberg auskundschaftet hat, ist 17,8 Kilometer lang, definitiv kein sportlicher Wettkampf, sondern soll ein Spaß für alle sein, die halbwegs gut zu Fuß sind. Die Tour firmiert unter Probemarsch. Test für den Baumberger Marsch, den es noch nie gegeben hat, aber schon mal geplant war. Klar, wegen Corona musste er ausfallen. Er soll aber im nächsten Jahr stattfinden und wird ungefähr Marathonlänge haben, wie Rosenbaum-Feldbrügge erklärt.

Dass so ein Probe-Schnell-Spaziergang ausgerechnet in Steinfurt stattfindet, hat nicht nur mit der wunderbaren Landschaft zu tun, mit der das Naherholungsgebiet der Kreisstadt punkten kann. Hier kommt Marion Kessens ins Spiel, die noch relativ neue Geschäftsführerin der Steinfurter Marketing und Touristik (SMarT). Sie war bekanntlich vorher in Billerbeck für den Tourismus zuständig und hat natürlich immer noch ausgezeichnete Kontakte in die Baumberge-Metropole. Darum war es für die Marsch-Mannschaft fast schon eine Selbstverständlichkeit, den ersten Testlauf außerhalb des eigenen Kreisgebiets in Steinfurt zu starten. Bernd Kösters lacht: „Wir bedauern natürlich immer noch, dass Frau Kessens uns verlassen hat.“ Darum gibt es auf diese Weise jetzt ein Wiedersehen.

Wer sich das stramme Spazierengehen in der Gruppe immer noch schwer vorstellen kann, dem liefern Kösters und Rosenbaum-Feldbrügge eine detaillierte Erklärung: Die Mitläufer melden sich über die Homepage www.baumberger-marsch.de an und treffen sich am 4. Juli (Sonntag) um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Technischen Schulen an der Liedekerker Straße. Von dort es geht es unter Führung der Marsch-Organisatoren los. „Die Geschwindigkeit bestimmt jeder selbst“, betont Matthias Rosenbaum-Feldbrügge. Und niemand werde allein gelassen. Für Verpflegung sorgt jeder selbst, Pausen werden unterwegs eingelegt. In der SMarT-Geschäftsstelle im Alten Rathaus gibt es zum Abschluss Urkunde und kleine Überraschung. Um wirklich kein Corona-Risiko einzugehen, ist ein aktueller Test Pflicht. „Der wird zu Beginn auch kontrolliert“, betont Bernd Kösters.  Die Teilnahme kostet zwei Euro. Das Geld spenden die Organisatoren für einen wohltätigen Zweck in Steinfurt.

Warum in der Gruppe laufen, wenn man doch auch wunderbar alleine wandern kann? Na, zum einen wäre es dann ja kein richtiger Marsch. Aber zum anderen, und das ist für Kösters wie für Rosenbaum-Feldbrügge der entscheidende Grund, ist es die Gesellschaft. „Man kommt mit vielen Menschen ins Gespräch“, so Bernd Kösters. Und außerdem erlebten die Teilnehmer die Landschaft hautnah.

Die Idee für den Baumberger Marsch kam dem Team nach der Teilnahme einer ähnlichen Veranstaltung in Bremen. Dort waren vor drei Jahren an die 3000 Menschen auf Schusters Rappen unterwegs. In den Baumbergen wären es 650 gewesen, wenn das Virus keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Jetzt ist der 11. Juni 2022 als Termin für das Groß-Event ins Auge gefasst. Und die Veranstalter sind überzeugt, dass nach dem Test im Bagno und im Buchenberg auch einige Steinfurter dabei sein werden.

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