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Brandschutzbedarfsplan sieht weitere Hauptamtliche vor

Profis für die Feuerwehr

Steinfurt

Eigentlich müsste die Feuerwehr weitere Hauptamtliche einstellen. Da die Sicherheit der Bevölkerung allerdings gewährleistet ist, erteilt die Bezirksregierung eine Ausnahmegenehmigung.

Von Axel Rollund

Die Feuerwehr Steinfurt benötigt zusätzliches hauptamtliches Personal Foto: Jens Keblat

Damit die Steinfurter weiter ruhig schlafen können, wird die Feuerwehr zusätzliche hauptamtliche Kräfte einstellen müssen. Diese Aufstockung ist die drängendste Maßnahme, die der aktualisierte Brandschutzbedarfsplan für die Stadt vorschreibt. Um die Gründung einer Berufsfeuerwehr kommt Steinfurt aber weiterhin drum herum.

Eigentlich muss eine Kommune von der Größe Steinfurts den Brandschutz zu 100 Prozent auf hauptamtliche Füße stellen. Wenn sie aber nachweisen kann, dass sie die Sicherheit der Bevölkerung auch mit einer Freiwilligen Feuerwehr gewährleisten kann, erteilt die Bezirksregierung eine Ausnahmegenehmigung. Wie Erster Beigeordneter Michael Schell am Donnerstag der Politik erläuterte, steht dieser Genehmigung nichts im Wege.

128 Ehrenamtliche

Derzeit verfügt die Steinfurter Wehr über 128 Ehrenamtliche. Wie schon seit vielen Jahren, ist der Borghorster Löschzug mit 79 Kameraden immer noch deutlich größer als der Burgsteinfurter (49). Das Problem, das alle Freiwilligen-Wehren haben: Tagsüber wird es immer schwieriger, genügend Kräfte für Einsätze vorzuhalten. Grund: Immer weniger Mitglieder der Feuerwehr arbeiten im Ort.

Darum die Forderung nach zusätzlichen hauptamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen. Ob die allerdings so schnell zu bekommen sind? „Das ist ein hart umkämpfter Markt“, sagte Markus Hasch, der als Experte die aktuelle Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans begleitet. Nach Einschätzung von Stadtbrandinspektor Dirk Telgmann könnte helfen, dass die Stellen Tag- wie Nachtschichten umfassen. Das mache die Ausschreibung attraktiver.

Probleme tagsüber

Die ehrenamtlichen Helfer werden künftig gezielter alarmiert. „Die Kameraden können dann sicher sein, dass sie tatsächlich beim Einsatz dabei sind“, betonte Markus Hasch. Der Experte erläuterte, dass die Steinfurter gemessen an der Größe der Stadt relativ viele Einsätze absolvierten müssten. Für Burgsteinfurt führt die Statistik 246, für Borghorst 172 pro Jahr an.

Neue Wache

Wann die Grundsteinlegung der neuen Wache in Burgsteinfurt erfolgt, konnte Technischer Beigeordneter Hans Schröder auf Nachfrage aus den Fraktionen nicht sagen. Bevor die beiden Flüchtlingsunterkünfte, die an der Ochtruper Straße der geplanten Wachen-Einfahrt weichen müssen, abgerissen werden können, muss Ersatz geschaffen werden. Wo die Neubauten entstehen sollen, auch dazu sagte der Baudezernent am Donnerstag nichts.

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