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Klares Votum und viel Lob: Verwaltungspläne für Erweiterung der Dumter Schule passieren Bauausschuss

Projekt mit Vorbildcharakter

Borghorst

Vorsitzender Frank Müller (SPD) sprach von einem „Vorbild für die weiteren anstehenden Projekte“, CDU-Fraktionschef Sebastian Buck gar von einem „Meilenstein der Schulentwicklung in der Kreisstadt“: Bei zwei Enthaltungen durch die FWS hat der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit am Mittwoch dem von der Verwaltung in Abstimmung mit der Schulleitung und Elternvertretern erarbeiteten Entwurf für die Erweiterung der Grundschule Dumte zugestimmt.

Von Ralph Schippers

Dörfliche Kleinteiligkeit statt groß dimensionierte Blöcke: Nach dem Leitbild „Lerndorf“ wird die Dumter Schule behutsam erweitert. Die Mensa (kl. Bild) hat große Fensterflächen, die zusammengeschoben werden können. So kann bei gutem Wetter die Außenterrasse mit genutzt werden. Foto: Stadt Steinfurt

Vorsitzender Frank Müller (SPD) sprach von einem „Vorbild für die weiteren anstehenden Projekte“, CDU-Fraktionschef Sebastian Buck gar von einem „Meilenstein der Schulentwicklung in der Kreisstadt“: Bei zwei Enthaltungen durch die FWS hat der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Sicherheit am Mittwoch dem von der Verwaltung in Abstimmung mit der Schulleitung und Elternvertretern erarbeiteten Entwurf für die Erweiterung der Grundschule Dumte zugestimmt. Die Stadt wird nun den Bauantrag ausarbeiten und die weiteren Planungsschritte zur Umsetzung des 3,7-Millionen-Euro-Vorhabens einleiten.

Wie bereits berichtet, wird die Borghorster Grundschule künftig zweizügig geführt und muss daher um sechs Unterrichtsräume erweitert werden. Hinzu kommen zwei Fachräume, Räume für die OGS und eine Mensa. Die Altbauten aus den Jahren 1900 und 1955 werden dabei mit dem geplanten Neubautrakt unter dem Leitbild „Lerndorf“ relativ kleinteilig kombiniert. Für einen günstigen Anschluss der Neubauten wird das bisherige Toilettengebäude abgerissen.

Vor der Abstimmung hatte der Fachdienstleiter Gebäudemanagement, Detlef Bogs, die Planungen den Gremiumsmitgliedern im Detail vorgestellt. Demnach sollen die Räume in der zweigeschossigen alten Dorfschule künftig die OGS beherbergen. Im aus der frühen Nachkriegszeit stammenden Zwischentrakt sind zwei Klassen vorgesehen, im zweigeschossigen Teil wird die Verwaltung untergebracht. Vor allem das Lehrerzimmer wird dann eine Dimension haben, die einer Grundschule dieser Größe auch gerecht wird.

Der Erweiterungsbau wird in Massivbauweise mit teils verklinkerter, teils geputzter Fassade errichtet. Er nimmt auf zwei Geschossen sechs Klassenzimmer, die Mensa und die neuen Toilettenräume im Untergeschoss sowie drei offene Lernzonen, die als Multifunktionsräume dienen, auf.

Alle Gebäudeteile werden barrierefrei ausgeführt. Die Beheizung soll mit moderner Wärmepumpentechnik erfolgen, die die alte Ölheizung im Keller des Altbaus ablöst. Auf den beiden Pyramidendächern des Neubautraktes ist die Installation von Photovoltaikmodulen geplant. Die Flachdächer der Nebengebäude sollen begrünt werden. Insgesamt wird sich die Nutzfläche der Dumter Schule durch die Erweiterung nahezu verdoppeln.

Lob gab es für die Bauverwaltung von der Schulleitung: Der anwesende Rektor Burkhard Pfeffer bedankte sich für die gute und offene Zusammenarbeit. Der Schulalltag werde dank der geplanten Maßnahmen künftig deutlich erleichtert.

Die Erweiterung der Dumter Schule ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Projekten des Ausbaus und der Modernisierung der Grundschulen. Nach dem vorliegenden Konzept müssen in Borghorst neben der Dumter auch die Marien- und die Heinrich-Neuy-Schule erweitert werden. In Burgsteinfurt muss an der Graf-Ludwig-Schule gebaut werden, wenn die Willibrordschule aufgegeben wird. Und auch die Bismarckschule soll den neuen Anforderungen baulich angepasst werden.

Ob die Kostenrahmen dabei immer eingehalten werden können, ist offen. Sebastian Buck (CDU) jedenfalls stellte am Mittwoch die veranschlagten 3,7 Millionen Euro für das Auftaktprojekt angesichts der aktuellen Entwicklung der Baupreise infrage. Er mache aber auch unmissverständlich klar: „Die Investitionen sind wir unseren Kindern, deren Lebensmittelpunkt Schulen immer mehr werden, schuldig.“

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