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Glasfaserausbau

Prüfen, was auf lokaler Ebene geht

Steinfurt

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und digitale Infrastruktur unterstützt die Haltung der Stadtverwaltung, dass Telekommunikationsanbieter, die in Steinfurt das Glasfasernetz ausbauen wollen, auf vorhandene Infrastruktur zugreifen. Das Thema hat am Dienstag während des Video-Meetings des Gremiums breiten Raum eingenommen

Dirk Drunkenmölle

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und digitale Infrastruktur unterstützt die Haltung der Stadtverwaltung, dass Telekommunikationsanbieter, die in Steinfurt das Glasfasernetz ausbauen wollen, auf vorhandene Infrastruktur zugreifen. Das Thema hat am Dienstag während des Video-Meetings des Gremiums breiten Raum eingenommen. Aktuell ist die Deutsche Glasfaser Holding dabei, sowohl in Borghorst als auch Burgsteinfurt mindestens 40 Prozent der Haushalte zu gewinnen, um die Bürger an das superschnelle Internet anzuschließen (wie berichteten). „Vergleichbare Lösungen und Angebote sind nicht unser Thema“, verwies Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer, dass der örtliche Versorger bislang überwiegend Industrie- und Gewerbebetriebe, Behörden, die FH und Krisenhelfer mit Ein-Gigabit-Anschlüssen ausgestattet habe. Gleichwohl würden Leerrohre immer dann mit in die Erde kommen, wenn neue Gas-, Strom- oder Wasserleitungen gelegt werden. Vom Wilmsberger Ei bis zu Engels Kreuzung seien da schon einige Kilometer Kunststoffrohre verbaut worden. Echelmeyer: „Ich wäre froh, wenn wir da mit Anbietern wie der Deutschen Glasfaser zusammenarbeiten könnten.“ Mit Blick auf die Verhandlungen der Stadt fügt er an: „Der Gesetzgeber hat durchaus vorgesehen, dass vorhandene Infrastruktur genutzt werden muss.“

Darauf will auch die Politik drängen. Die Stadt, so machte Erster Beigeordneter Michael Schell noch einmal deutlich, prüfe zurzeit mit anwaltlicher Unterstützung, welchen Einfluss sie auf den Prozess nehmen und ob sie die Glasfaser Holding möglicherweise nicht nur für eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, sondern darüber hinaus auch dafür gewinnen kann, zumindest lokale Firmen mit den Erdarbeiten zu beauftragen. Ausschussvorsitzender Günther Gromotka (CDU) fasste zusammen: „Eine vernünftige ökonomische Zusammenarbeit wäre wünschenswert.“

Der Appell der Politiker war, sich eingehend über die Angebote zu informieren. Der Markt sei umkämpft, entsprechend werde mit harten Bandagen, manchmal auch am Rande der Seriosität, um Abschlüsse gekämpft. Echelmeyer bewertete die 750-Euro-Anschlussgebühr, die nach Angebotsende erhoben werden soll, als deutlich zu hoch: „Wir haben das mit 230 Euro in unseren Büchern stehen.“

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